Zeche Verlorene Posten in der Borbecke

Die Zeche Verlorene Posten in der Borbecke ist ein ehemaliges Steinkohlenbergwerk in Witten-Borbachtal. Das Bergwerk war auch unter dem Namen Zeche Verlohrener Posten in der Borbecke bekannt. Das Bergwerk ist nicht identisch mit der Zeche Verlorene Posten in Witten. Das Bergwerk gehörte zum Märkischen Bergamtsbezirk und dort zum Geschworenenrevier Östlich Witten.

Im Jahr 1766 wurde ein Antrag auf Verleihung eines ins Bergfreie gefallenen Stollens gestellt. Der Stollen war bereits vorher unter dem Namen Niederste Frielinghausbank verliehen worden, war aber wieder aufgegeben worden und fiel später ins Bergfreie. Im Jahr 1774 wurde ein Längenfeld vermessen. Am 4. November desselben Jahres wurde ein Grubenfeld für den Abbau im Flöz Kreftenscheer verliehen. Im Anschluss an die Verleihung wurde das Bergwerk in Betrieb genommen. Es wurden zwei Stollen betrieben. Die Stollenmundlöcher befanden sich in der Nähe des Südufers des Hammerteiches. Des Weiteren wurden zwei tonnlägige Schächte in Betrieb genommen. Ein Schacht befand sich auf dem Süd-, der andere auf dem Nordflügel des Grubenfeldes. Die Schächte waren 33 Lachter voneinander entfernt. In den Jahren 1806 bis 1811 war das Bergwerk in Betrieb. Im Jahr 1812 war der Südflügel bereits 200 Lachter in östlicher Richtung abgebaut. Der Nordflügel war 350 Lachter ebenfalls in östlicher Richtung abgebaut. Im Jahr 1832 war der Abbau größtenteils beendet, noch in diesem Jahr wurde das Bergwerk stillgelegt. Im Jahr 1849 wurde der Stollen im Südflügel wieder in Betrieb genommen. Im Jahr 1855 wurde im Südflügel Abbau betrieben. Das Bergwerk befand sich somit unmittelbar neben der vorherigen Zeche. Es wurde ein Flöz mit einer Mächtigkeit von 36 Zoll in Verhieb genommen. Im Jahr 1858 wird die Zeche nicht mehr in den Unterlagen erwähnt. Am 12. März des darauffolgenden Jahres konsolidierte die Zeche Verlorene Posten in der Borbecke mit weiteren Zechen zur Zeche Borbecker Tiefbau.
Die ersten bekannten Förderzahlen des Bergwerks stammen von 1799, damals wurden 36.028 Ringel Steinkohle gefördert. Im Jahr 1801 wurden 13.265 Ringel Steinkohle gefördert. Im Jahr 1855 wurden 20.614 preußische Tonnen Steinkohle gefördert. Diese Förderung wurde von 14 Bergleuten erbracht. Dies sind auch letzten bekannten Förder- und Belegschaftszahlen des Bergwerks.

FIA-GT3-Europameisterschaft 2012

Die FIA-GT3-Europameisterschaft 2012 war die siebte Saison der FIA-GT3-Europameisterschaft. Es wurden sechs Veranstaltungen abgehalten, bei denen jeweils zwei Rennen ausgetragen wurden. Somit ergab sich eine Gesamtanzahl von zwölf Rennen.
Der Saisonstart fand am 8. April in Nogaro statt, das Saisonfinale wurde am 23. September auf dem Nürburgring ausgetragen.

Neu im Rennkalender waren die Veranstaltungen in Nogaro, Zolder und Moskau. Aus dem Kalender genommen wurden Silverstone, Le Castellet und der Slovakiaring. Das Saisonfinale sollte zunächst wie im Vorjahr in Zandvoort stattfinden, doch nach Terminänderumgen in der FIA-GT1-Weltmeisterschaft wurde das Rennen in Moskau vorverlegt und das Finale auf dem Nürburgring ausgetragen.
Somit wurden alle Rennen im Rahmen der FIA-GT1-Weltmeisterschaft ausgetragen. Bei den letzten beiden Rennwochenenden startete die GT3-Europameisterschaft gemeinsamen in einem Feld mit der FIA-GT1-Weltmeisterschaft. Diese Maßnahme wurde durch die geringen Starterzahlen in beiden Meisterschaften notwendig.
FIA-GT-Meisterschaft (Gruppe GT1 / Gruppe GT2) 1997 | 1998 | 1999 | 2000 | 2001 | 2002 | 2003 | 2004 | 2005 | 2006 | 2007 | 2008 | 2009
FIA GT1-Weltmeisterschaft (Gruppe GT1) 2010 | 2011 | 2012
Blancpain Sprint Series (Gruppe GT3) 2013 | 2014 | 2015
FIA-GT3-Europameisterschaft (Gruppe GT3) 2006 | 2007 | 2008 | 2009 | 2010 | 2011 | 2012
Blancpain Endurance Series (Gruppe GT3/ Gruppe GT4) 2011 | 2012 | 2013 | 2014 | 2015
GT4 Europacup (Gruppe GT4) 2007 | 2008 | 2009 | 2010 | 2011 | 2013 | 2014 | 2015

Ernst von Bacmeister

Ernst August Max Bacmeister, seit 1913 von Bacmeister, (* 28. November 1853 in Bielefeld; † 17. Januar 1938 in Bückeburg) war ein preußischer General der Infanterie im Ersten Weltkrieg.

Ernst war der Sohn des preußischen Oberstleutnants Lucas Heinrich Bacmeister (1820–1884) und dessen Ehefrau Luise, geborene Poggenpohl (1826–1885), Nachkommen der von Eberhard Bacmeister begründeten Ostfriesischen Linie der Familie Bacmeister.
Bacmeister trat nach dem Schulbesuch und dem Kadettenkorps am 28. Februar 1872 als Sekondeleutnant in das 5. Westfälische Infanterie-Regiment Nr. 53 ein. Ab 19. März 1875 fungiert er als Adjutant des II. Bataillons, dann ab 22. April 1878 als Regimentsadjutant und als solcher wurde Bacmeister am 22. März 1881 Premierleutnant sowie am 26. Mai 1887 Hauptmann. Als solcher war er zwischen 1892 und 1893 Adjutant im Preußischen Kriegsministerium. Nach seiner Beförderung zum Major 1893 wurde er wieder in den Truppendienst versetzt. 1900 erfolgte seine Beförderung zum Oberstleutnant und als solcher 1901 die Ernennung zum Chef einer Abteilung im Preußischen Kriegsministerium. Mit seiner Beförderung zum Oberst 1905 wurde Bacmeister zum Kommandeur des Infanterie-Regiments „Herzog Friedrich Wilhelm von Braunschweig“ (Ostfriesisches) Nr. 78 ernannt.
1907 wurde Bacmeister zunächst zum Generalmajor befördert und als solcher Kommandeur der 84. Infanterie-Brigade in Lahr. Er war dann vom 3. bis 21. März 1910 als Generalleutnant kurzzeitig Kommandeur der 39. Division in Colmar, wurde anschließend als Direktor des Versorgungs- und Justiz-Departments (CD) in das Preußische Kriegsministerium versetzt und war dort zugleich stellvertretender Bevollmächtigter zum Bundesrat. Außerdem war Bacmeister vorsitzendes Mitglied der Direktion des Großen Militärwaisenhaus in Potsdam. Er erhielt am 18. April 1913 den Charakter als General der Infanterie und am 16. Juni 1913 wurde Bacmeister anlässlich des 25-jährigen Regierungsjubiläums von Kaiser Wilhelm II. in den erblichen preußischen Adelsstand erhoben.
Zu Beginn des Ersten Weltkriegs war Bacmeister zunächst im Zentralkomitee des Roten Kreuzes in Berlin tätig, ehe er am 1. September 1914 zum Stellvertretenden Kommandierenden General des Generalkommandos VI in Stettin eingesetzt wurde. Er übernahm dann am 7. August 1916 die 79. Reserve-Division, die er u. a. bei der Schlacht von Vimy 1917 führte. Dabei gelang es kanadischen Verbänden der britischen Expeditionsstreitkräfte, der deutschen Armee den größten Teil der Höhe abzunehmen.
Bacmeisters wurde am 10. März 1918 von seinem Posten abberufen und seine Mobilmachungsbestimmung aufgehoben. Er fungierte dann noch bis Kriegsende als Generalkommissar für die Wehrhaftmachung der deutschen Jugend in der Provinz Brandenburg und Berlin.
Er war verheiratet mit Julie Charlotte Vogelsang (1854–1945), mit der er einen bereits als Kind verstorbenen Sohn und drei Töchter hatte. Drei seiner Brüder dienten ebenfalls in hoher Position in der preußischen Armee, darunter der Generalmajor Hugo Karl August Bacmeister.

Florian Templ

Florian Templ (* 1. Oktober 1988 in St. Marien) ist ein österreichischer Fußballspieler.
Florian Templ begann in seinem Heimatort bei Union St. Marien mit dem Vereinsfußball. Er war dort, mit zweijähriger Unterbrechung (Union Neuhofen) bis 2008 aktiv und kam zuletzt auch in der Herrenmannschaft zum Einsatz. Im Jänner 2008 wechselte er zum SV Sierning, wo er sich im Team in der Oberösterreichliga etablieren konnte. 2010/11 spielte Templ bei Union St. Florian in der Regionalliga Mitte und erzielte dort 21 Tore, womit er Zweiter in der Torschützenliste wurde. Sowohl in Sierning als auch in St. Florian spielte Templ unter seinem Förderer Willi Wahlmüller. Durch seine Leistungen in der Regionalliga zog Templ das Interesse höherklassiger Verein auf sich. Zur Saison 2011/12 wechselte er zum LASK Linz, wo er einen Zweijahresvertrag unterschrieb. Dort kam er zunächst bei den LASK Linz Juniors in der Regionalliga Mitte, wenig später auch bei der ersten Mannschaft in der zweitklassigen Ersten Liga zum Einsatz. Am 26. August 2011 erzielte Templ sein erstes Tor für den LASK in der Ersten Liga.
Thomas Borenitsch | Patrick Bürger | Dominik Doleschal | Philipp Erhardt | Julius Ertlthaler | Patrick Farkas | Mario Grgić | Peter Hawlik | Alois Höller | Alexander Ibser | Jano | Ingo Klemen | Markus Kuster | David Lechner | Thorsten Mahrer | Vitālijs Maksimenko | Nedeljko Malic | Michael Novak | Michael Perlak | Markus Pink | Manuel Prietl | Lukas Rath | Thorsten Röcher | Julian Rosenstingl | Fran Sánchez | Sven Sprangler | Florian Templ
Trainer: Ivica Vastić

Panzerkampfwagen E-75

Der Panzerkampfwagen E-75 war ein deutsches Projekt für einen Panzer aus dem Zweiten Weltkrieg. Er gehörte zur E-Serie, mit der im Deutschen Reich ab etwa 1942 versucht wurde, die bisherigen Panzertypen zu ersetzen.

Etwa 1942 begannen die Entwicklungen der E-Reihe, um die bis dato vorhandenen Panzerkampfwagen Panzer III und Panzer IV und die größeren Panther und Tiger zu ersetzen. Vom 5-t-Waffenträger bis zum 140 t schweren E-100 sollten diese Projekte reichen. Baugruppen sollten vereinfacht und auf mehrere Typen angewendet werden; eine Gleichteilestrategie sollte Kosten senken und die Wartungsfreundlichkeit erhöhen.
Es war geplant, den etwa 75 t schweren Panzer (daher der Name E-75) etwas oberhalb des E-50 zu positionieren und mit der aus dem Jagdtiger bekannten 128-mm-Kanone (mit geändertem Rohr) auszurüsten. Die Abmessungen sollten bei schwererer Bewaffnung und Panzerung auf dem Niveau des E-50 liegen.
Genau wie im E-50 sollte der E-75 von einem 900 PS starken Motor vom Typ Maybach HL 234 angetrieben werden. Dieser war eine Weiterentwicklung des im Panther verwendeten HL 230, jedoch mit Benzineinspritzung. Mit diesem Triebwerk sollte eine Höchstgeschwindigkeit von etwa 40–45 km/h auf der Straße möglich sein.
Als Ersatz für den Jagdtiger war auf dem gleichen Fahrgestell das StuG-75 vorgesehen. Bei einem Gewicht von etwa 85 t und schwerer Panzerung sollte dieser Kampfwagen mit einer 150-mm-Kanone bewaffnet sein.

Sozialprognose

Eine Sozialprognose oder Legalprognose ist eine kriminologische, psychiatrische und psychologische Risikobeurteilung einer straffälligen Person bezüglich ihrer Fähigkeit und Motivation, zu einem späteren Zeitpunkt Regeln und Gesetze einzuhalten. Sie ist nach § 56 (1) StGB Grundlage der Einschätzung ob eine Freiheitsstrafe zur Bewährung ausgesetzt werden muss oder kann und bei der Resozialisierbarkeit von Straftätern.
Vor der Erstellung der Prognose muss eine intensive Untersuchung der Persönlichkeit (psychologische Diagnostik, meist in Form eines psychologischen oder psychiatrischen Gutachtens) und des bisherigen Verhaltens (Biographie) vorgenommen werden.
Sie wird häufig im Strafrecht verwendet und dient dort zur Strafzumessung und der Strafvollstreckung. Dort wird sie ebenso verwendet, um zur Bewährung Verurteilten bei positiver Sozialprognose die frühzeitige Haftentlassung zu ermöglichen.
Eine positive Legalprognose bezeichnet die Einschätzung des Diagnostikers, dass der Proband sich in Zukunft im Wesentlichen an Normen, Regeln und Gesetze halten wird.

Tom Whitlock

Thomas Ross „Tom“ Whitlock (* 1954 in Springfield, Missouri) ist ein US-amerikanischer Songwriter und Liedtexter.
Whitlock studierte ab Anfang der 1970er Jahre Musik an der Drury University. 1981 ging er ohne Abschluss von der Universität ab und zog nach Los Angeles, wo er Giorgio Moroder kennenlernte und von diesem zunächst für Studioarbeiten eingestellt wurde. Als Moroder am Soundtrack zu Top Gun – Sie fürchten weder Tod noch Teufel arbeitete und einen Texter benötigte, schlug die Stunde Whitlocks. Zusammen schrieben sie fünf Titel für den Film, darunter Take My Breath Away für Berlin und Danger Zone für Kenny Loggins. Für Take My Breath Away wurden Moroder und Whitlock mit dem Oscar, dem Golden Globe Award und dem ASCAP Award ausgezeichnet. Beide setzten ihre Zusammenarbeit für den Soundtrack von Over the Top fort. In der Folge arbeitete Whitlock mit verschiedenen Partnern zusammen, darunter Sylvester Levay und Harold Faltermeyer. Whitlocks Lieder wurden unter anderem von Diana Ross, Jessica Simpson, Jennifer Rush, Gianna Nannini, Ray Charles, und Roger Daltrey interpretiert.

Pär Djoos

Pär Djoos (* 11. Mai 1968 in Mora) ist ein ehemaliger schwedischer Eishockeyspieler und heutiger -trainer, der in seiner aktiven Zeit von 1984 bis 2003 unter anderem für die Detroit Red Wings und die New York Rangers in der National Hockey League gespielt hat. Seit 2009 ist er Cheftrainer bei IF Sundsvall Hockey in der HockeyAllsvenskan.

Pär Djoos begann seine Karriere als Eishockeyspieler in seiner Heimatstadt beim Mora IK, für dessen Profimannschaft er von 1984 bis 1986 in der Division 1, der zweiten schwedischen Spielklasse, aktiv war. Anschließend spielte der Verteidiger vier Jahre lang für Brynäs IF in der Elitserien, ehe er von den Detroit Red Wings unter Vertrag genommen wurde, die ihn bereits im NHL Entry Draft 1986 in der siebten Runde als insgesamt 127. Spieler ausgewählt hatten. Für Detroit stand er in der Saison 1990/91 in der National Hockey League in 26 Spielen auf dem Eis, in denen er zwölf Vorlagen gab. Zudem erzielte er in 20 Spielen für Detroits Farmteam Adirondack Red Wings elf Scorerpunkte, davon zwei Tore, in der American Hockey League. Am 5. März 1991 wurde er kurz vor Ende der Trade Deadline zusammen mit Joe Kocur im Tausch gegen Kevin Miller, Jim Cummins und Dennis Vial zu den New York Rangers transferiert, spielte bis Saisonende jedoch ausschließlich für deren AHL-Farmteam Binghamton Rangers. In der Saison 1991/92 konnte sich der Schwede einen Stammplatz bei den New York Rangers in der NHL erspielen, für die er in 50 Spielen 19 Scorerpunkte erzielte, davon ein Tor. In der folgenden Spielzeit absolvierte er nur noch sechs Partien für New York in der NHL und verbrachte die gesamte Spielzeit bei deren AHL-Farmteam Binghamton Rangers. Für Binghamton erzielte er in insgesamt 84 Spielen 79 Scorerpunkte, davon 18 Tore. Aufgrund dieser Leistungen wurde er in der gleichen Spielzeit in das AHL All-Star Team gewählt.
Zur Saison 1993/94 kehrte Djoos nach Europa zurück, wo er für den HC Lugano in der Schweizer Nationalliga A in 45 Spielen zehn Tore erzielte und 32 Vorlagen gab. Von 1994 bis 1996 stand er in der Elitserien beim Västra Frölunda HC unter Vertrag. Die Saison 1995/96 beendete er jedoch beim Zweitligisten Södertälje SK, mit dem ihm auf Anhieb der Aufstieg in die Elitserien gelang. Von 1996 bis zu seinem Karriereende im Alter von 35 Jahren im Anschluss an die Saison 2002/03 spielte er für seinen Ex-Klub Brynäs IF in der Elitserien. Sein größter Erfolg mit Brynäs war der Gewinn des schwedischen Meistertitels in der Saison 1998/99. Zu diesem Erfolg trug er als bester Vorlagengeber der Elitserien, sowohl in der Hauptrunde, als auch in den Playoffs, bei. Zudem wurde er in das All-Star Team der Elitserien gewählt sowie in das schwedische All-Star Team, einer Auswahl der besten weltweit aktiven schwedischen Eishockeyspieler. 2000 und 2001 nahm er jeweils am All-Star Game der Elitserien teil.
Von 2005 bis 2007 war Djoos Assistenztrainer beim Mora IK in der Elitserien. Nachdem er auch die Saison 2007/08 in dieser Funktion begann, ersetzte er im Laufe der Spielzeit seinen Landsmann Magnus Arvedson und war kurzzeitig als Interimstrainer für die Mannschaft tätig, ehe er selbst durch den Finnen Kari Eloranta ersetzt wurde. Seit 2009 ist er Cheftrainer bei IF Sundsvall Hockey in der zweitklassigen HockeyAllsvenskan.
Für Schweden nahm Djoos im Juniorenbereich an der U18-Junioren-Europameisterschaft 1986 sowie der U20-Junioren-Weltmeisterschaft 1988 teil. Bei der U18-EM 1986 gewann er mit seiner Mannschaft die Silbermedaille und er selbst wurde in das All-Star Team des Turniers gewählt. Im Seniorenbereich stand er im Aufgebot seines Landes bei den Weltmeisterschaften 1990 und 1999. Dabei gewann er mit Schweden eine Silber- und eine Bronzemedaille.

A7L

Der Raumanzug A7L wurde von NASA-Astronauten für das Apollo-Programm, die drei bemannten Skylab-Flüge und das Apollo-Sojus-Test-Projekt zwischen 1968 und 1975 benutzt. Er wurde von ILC Dover entwickelt und hergestellt, basiert auf deren Vorgängermodellen A5L und A6L, die die Thermalkontrolle und den Mikrometeoritenschutz integrierten, und gilt als der siebte Raumanzug, der für das Apollo-Programm entwickelt wurde. Zudem wurden nach dem tödlichen Feuer von Apollo 1 eine Reihe von Materialien durch flammhemmende oder unbrennbare ersetzt.

Der A7L ist ein einteiliger, im Wesentlichen fünflagiger Ganzkörperanzug mit integrierten Gelenken aus Gummi an den Schultern, Ellbogen, Handgelenken, Hüften und Beinen. Die Gelenke sind mit einem netzartigen Gewebe verstärkt, um das Aufblähen unter dem Innendruck zu vermeiden und so die Bewegungsfähigkeit des Astronauten zu erhalten. Am Hals und an den Ärmelenden sind Metallringe eingearbeitet, an die der Helm bzw. die Handschuhe angesetzt werden; die Schuhe sind dagegen integraler Bestandteil des Anzugs. Der scherzhaft als „Fischglas“ (fish bowl) bezeichnete Helm ist einteilig aus Plexiglas und ermöglicht nicht nur bessere Sicht als vorhergehende Modelle, sondern eliminiert auch die sonst nötigen Dichtungen und ist daher zuverlässiger. Die äußere, feuerfeste Lage des Anzugs ist abnehmbar und erlaubt Reparaturen und Inspektionen. Der Einstieg erfolgt von hinten/unten durch einen Reißverschluss, der von der Schulter bis in den Schritt verläuft. Er kann vom Träger selbst bedient werden, die Hilfe einer weiteren Person erleichtert das An- und Ablegen aber immer noch deutlich.
Die wichtigste Lage war das Torso Limb Suit Assembly. Die Versorgung mit Sauerstoff und Kühlwasser sowie die elektrische Verbindung für die Sprechgarnitur und die Biodaten erfolgten über sechs farblich gekennzeichnete Bajonettverbinder, die in zwei Reihen auf der Brust angebracht waren. Gasein- und -auslässe waren dabei doppelt vorhanden und erlaubten den Astronauten daher, sich an ihre tragbaren Lebenserhaltungssysteme anzuschließen, während sie noch mit der Versorgung der Mondlandefähre verbunden blieben.
Über dieser Lage befand sich der Thermal- und Mikrometeoritenschutz Integrated Thermal Micrometeroid Garment, der den Anzug und seinen Träger vor Abrieb, der Sonneneinstrahlung und Mikrometeoriten bewahrte. Er bestand aus 13 Lagen Nylon, aluminiumbedampften Mylar, Dacron, Kapton und einer Außenlage aus Teflon-beschichtetem Beta-Gewebe. Dieses Beta-Gewebe bestand im Wesentlichen aus Glasfasern und sorgte für die gewünschte Feuerfestigkeit. Kritische Stellen am Rücken, den für den Mond erforderlichen Überstiefeln und Handschuhen waren mit Stahlgewebe verstärkt und Knie und Schultern zusätzlich mit Teflon abgedeckt.
Beginnend mit Apollo 13 wurden zusätzliche rote Streifen am Helm und den Beinen des Kommandanten angebracht, um die beiden Astronauten auf Fotos besser identifizieren zu können.
Die auf dem Mond arbeitenden Astronauten trugen als innerste Lage eine spezielle Kühleinrichtung, das dreilagige Liquid Cooling Garment. In seinem Inneren waren Wasserschläuche eingearbeitet, die den Astronauten kühlen und so Schweißbildung und ein Beschlagen des Helms verhindern sollten. Das Wasser wurde vom Lebenserhaltungssystem durch den Anzug gepumpt und durch einen Sublimationskühler auf Temperatur gehalten. Diese Anzüge verfügten ebenfalls über Außentaschen für Mondgestein und Ausrüstungsgegenstände sowie Laschen, um sich in der Mondlandefähre fixieren zu können.
Der Pilot des CM trug einen leicht vereinfachten Anzug, bei dem einige der Anschlüsse und Gelenke des Torso Limb Suit Assembly entfielen. Darüber trug er einen nur dreilagigen Intravehicular Cover Layer aus Nomex und Beta-Gewebe, und als Außenhülle eine Lage aus Baumwollstoff (Constant Wear Garment). Die Kühlung erfolgte direkt durch den Sauerstoff, der aus den Systemen des Raumfahrzeugs kam.
EVA-Konfiguration
IVA-Konfiguration für CM-Kommandanten
IVA-Konfiguration
Für die drei letzten Mondflüge Apollo 15, Apollo 16 und Apollo 17 benutzten die beiden Astronauten auf dem Mond eine Weiterentwicklung dieses Anzugs. Insbesondere wurde die Beweglichkeit am Nacken und an der Hüfte verbessert und so den Astronauten ermöglicht, das Lunar Roving Vehicle (LRV) in sitzender Position zu fahren. Anschlüsse und Reißverschluss wurden geändert und erlaubten eine leichtere Bedienung.
Die tragbaren Lebenserhaltungssysteme (Tornister) erhielten größere Tanks für Sauerstoff und Kühlwasser, zusätzliches Lithiumhydroxid zur Abscheidung des Kohlendioxids und verstärkte Batterien. Auf der Innenseite des Helmes wurden kleine Energieriegel und Strohhalme angebracht, so dass sich die Astronauten während ihres Aufenthalts auf der Mondoberfläche stärken konnten.
Der Anzug des CM-Piloten, zu dessen Aufgabe die Bergung von Filmen aus dem SM während des Rückflugs gehörte, basierte nach wie vor auf dem A7L und wurde während dieser EVA aus dem CM versorgt und gekühlt. Er trug dabei den Helm des Kommandanten.
Für die drei bemannten Skylab-Missionen wurden vereinfachte Anzüge auf der Basis des A7LB verwendet, da man nur kurze EVAs zu Wartungszwecken erwartet hatte. Zum Schutz der optischen Instrumente von Skylab wurde die auf dem Mond verwendete Lebenserhaltung durch einen geschlossenen Kreislauf, der an die Atemluft- und Kühlsysteme der Raumstation angeschlossen war, ersetzt. Die Astronauten waren daher über eine Nabelschnur mit Skylab verbunden und trugen lediglich ein Notsystem mit Sauerstoff für 30 Minuten am rechten Bein mit.
Für ASTP kam ebenfalls eine vereinfachte Version des A7LB zum Einsatz, da keine EVAs vorgesehen waren.
Das tragbare Lebenserhaltungssystem (Portable Life Support System, PLSS) für den Aufenthalt auf dem Mond war in Form eines Tornisters aufgebaut. Er versorgte seinen Träger mit Sauerstoff und Kühlwasser, regulierte den Druck des Anzugs, entfernte das Kohlendioxid aus der Atemluft und ermöglichte eine Sprechfunkverbindung. Ein Teil des Wassers ging dabei verloren. Die Bedienung erfolgte durch eine kleine Konsole auf der Brust des Astronauten. Wasser und Sauerstoff konnten aus den Systemen der Raumfahrzeuge mehrfach aufgefüllt werden. Das Notfallsystem (Oxygen Purge System), das in einem offenen Kreislauf für 30 Minuten Sauerstoff vorhielt, war auf der Oberseite angebracht. Es wurde nie zum Einsatz gebracht.
Die Geräte wurden für den Rückflug nicht mehr benötigt und blieben ebenso wie die Überstiefel, Handschuhe und weitere Ausrüstungsgegenstände auf dem Mond zurück.
US-amerikanische: Mercury IVA  | Gemini-Raumanzug | MOL-Raumanzug | A7L | Launch-entry Suit | Advanced Crew Escape Suit
Sowjetische/Russische: SK-1/SK-2 | Berkut | Jastreb | Krechet | Sokol | Orlan | Strisch
Europäische: EVA Suit 2000
Zukünftige: Mark III | I-Suit | Bio-Suit | Space Activity Suit
Komponenten: Astronaut Maneuvering Unit | Extravehicular Mobility Unit | Hard Upper Torso | Manned Maneuvering Unit | Simplified Aid for EVA Rescue

Wehrda (Marburg)

50.8361111111118.7602777777778185Koordinaten: 50° 50′ 10″ N, 8° 45′ 37″ O
Lage von Wehrda in Marburg
Wehrda aus Richtung Osten
Wehrda ist ein Stadtteil von Marburg an der Lahn, der Kreisstadt des Landkreises Marburg-Biedenkopf in Hessen, Deutschland. Wehrda hat rund 6600 Einwohner.

Der Stadtteil Wehrda liegt unmittelbar nördlich der Kernstadt Marburg zwischen dem westlichen rechten Ufer der Lahn und dem Waldrand unterhalb des Mosenberges (356 m) und des Gebrannten Berges (340 m), die sich in den Marburger Rücken einreihen. Am östlichen linken Lahnufer gehört unterhalb einer Lahnschleife am Mittelhäuser Berg ein ausgedehntes Gewerbegebiet mit dem Messeplatz im Süden ebenfalls zu dem Stadtteil. Die Gemarkung Wehrda reicht von der Kammlinie des Marburger Rückens im Westen bis an den Fuß der Lahnberge im Osten und umfasst 812 Hektar, davon sind 318 Hektar bewaldet.
Erstmals wurde der Stadtteil Wehrda 1238 als Werthe erwähnt. Der Name des Ortes leitet sich von dem Begriff Werder ab, der eine leicht erhöhte Lage am Ufer bezeichnet. Nach dem ältesten erhaltenen Salbuch (Erbregister) des Amtes Marburg von 1374 war Wehrda neben Cappel, Marbach und Ockershausen ein Hausdorf der Landgrafen von Hessen. Dies bedeutete, dass die Bewohner dieser dem Marburger Schloss am nächsten gelegenen Dörfer zu zusätzlichen Hand- und Spanndiensten für die Landgrafen verpflichtet waren. Die evangelische Martinskirche wurde 1769–74 in ihrer heutigen Form erbaut. Ihr Turm stammt aus dem 14. Jahrhundert. Im Norden von Wehrda befinden sich an einem Bergsporn oberhalb der Lahn Reste der Burgruine Weißenstein, die um 1020 errichtet und noch vor 1200 wieder aufgegeben wurde. Im 16. Jahrhundert erfolgte die Einführung der Reformation, die Einwohnerschaft wurde evangelisch-lutherisch.
Im Zuge der Gebietsreform in Hessen wurden am 1. Juli 1974 durch Landesgesetz insgesamt 13 Gemeinden in die Stadt Marburg eingegliedert, darunter die Gemeinde Wehrda mit damals knapp 4000 Einwohnern. In den 1970er und -80er Jahren wurden im Norden des Stadtteils große Neubaugebiete errichtet. Auf dem Ostufer der Lahn entstand nördlich der Bundesstraße 3 ein Einkaufszentrum.
Am 26. August 1965 wurde der Gemeinde Wehrda im damaligen Landkreis Marburg ein Wappen mit folgender Blasonierung verliehen: In einem von Gold und Blau geteilten Schild ein gegengezinnter Balken in verwechselten Farben.
Das Wappen basiert auf dem Wappen der Familie von Wehrda genannt Nodung, die im silbernen (weißen) Schild einen schwarzen Wellenbalken führten. Die Farben sollen auf den hellen Sandstein am Weißenstein und das Wasser der Lahn verweisen.
Wehrda ist über die autobahnähnlich ausgebaute Bundesstraße 3 mit der Ausfahrt „Wehrda/Cölbe“ an das Fernstraßennetz angeschlossen. Außerdem führen die Landesstraßen 3381 und 3089 durch das Ortsgebiet. Die Kreisstraße K 82 schneidet als Cölber Straße die Lahnschleife ab und verbindet über eine Lahnbrücke den Stadtteil mit dem Gewerbegebiet und der Bundesstraße und über eine weitere Lahnbrücke mit dem nahegelegenen Nachbarort Cölbe.
Die Main-Weser-Bahn verläuft durch das Einkaufszentrum, ein Haltepunkt ist geplant.
Den Öffentlichen Nahverkehr übernehmen die Linien 1 und 4, die am Sachsenring enden und zusammen einen 15-Minuten-Takt bilden. Die Linie 3 fährt am Wochenende alle 30 Minuten ins Einkaufszentrum. Die Linie 19 Ring Nord fährt ein Mal täglich und die Linie 19 Ring Süd zwei Mal täglich zum Universitätsklinikum auf den Lahnbergen. Außerdem halten in Wehrda die Überlandlinien 76 und 481.
Wehrda war bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges ein protestantisch geprägter Ort. Auch heute noch gehört die Mehrheit der Einwohner zu den beiden evangelischen Kirchengemeinden. Durch den Zuzug von Vertriebenen nach Kriegsende und die weitere starke Bevölkerungszunahme stieg der Anteil der Katholiken im Ort an. Im nordwestlichen Ortsgebiet leben auch eingewanderte Muslime.
Insgesamt gibt es in Wehrda eine katholische und drei evangelische Kirchen. Die älteste ist die Martinskirche. Der Glockenturm diente ursprünglich als Schutz- und Wehrturm, der durch die heute noch vorhandene Schutzmauer abgesichert war. Die einstige Bestimmung lässt sich heute noch an den zahlreichen Schießscharten erkennen. Im 17. Jahrhundert wurde der Gottesdienstraum angebaut. In den 2000er Jahren wurde die Kirche innen und außen komplett saniert und am Glockenturm zwei Uhren angebracht, die zu jeder Stunde schlagen.
Weitere evangelische Gotteshäuser sind die neue Trinitatiskirche im nördlichen Neubaugebiet sowie die Evangeliumshalle des Diakonissen-Mutterhauses Hebron am Diakoniekrankenhaus. Sie wurden wie die katholische Kirche am Friedhof erst nach dem Zweiten Weltkrieg errichtet. Weitere kirchliche Einrichtungen sind die evangelischen Gemeindezentren am Huteweg und in der Wehrdaer Straße.
In Wehrda gibt es zwei Friedhöfe. Der Hauptfriedhof unterteilt sich in oberen, mittleren und unteren Friedhof, wobei letzterer der alte Diakonissenfriedhof ist. Der obere ist der größte. Dort steht auch die Kapelle.
Ein weiterer Friedhof liegt westlich des Diakoniekrankenhauses. Dort werden ausschließlich Diakonissen aus dem angrenzenden Mutterhaus beerdigt.
Wehrda besteht aus drei Ortsteilen: Dem Ortskern, dem Einkaufszentrum und einem Gewerbegebiet. Im Ortskern besteht ein Diakonie-Krankenhaus. Im Einkaufszentrum gibt es ca. 70 Geschäfte auf einer Fläche von 1 km². Außerdem gibt es dort eine Tennishalle mit Plätzen und einen Reitverein. Südlich davon gibt es ein Gewerbegebiet, das südlich des Messeplatzes in das Marburger Gewerbegebiet Nord übergeht.
Lahn-Wehr bei Wehrda 2013
Windpark auf dem südöstlichen Ortsgebiet
Blick vom Windpark auf die in den 1970er Jahren errichteten zwölfstöckigen Hochhäuser
Ein Feld im nördlichen Ortsgebiet
Bauerbach | Bortshausen | Cappel | Cyriaxweimar | Dagobertshausen | Dilschhausen | Elnhausen | Ginseldorf | Gisselberg | Haddamshausen | Hermershausen | Marbach | Michelbach | Moischt | Ockershausen | Richtsberg | Ronhausen | Schröck | Wehrda | Wehrshausen