Edgar Froese

Edgar Willmar Froese (* 6. Juni 1944 in Tilsit, Ostpreußen; † 20. Januar 2015 in Wien) war ein deutscher Komponist, Musiker und Künstler. Er gilt als Pionier der Elektronischen Musik und war Gründer der Gruppe Tangerine Dream.

Froese wurde im letzten Jahr des Zweiten Weltkriegs im ostpreußischen Tilsit geboren. Sein Vater und einige Verwandte wurden von Nationalsozialisten ermordet. Seine Mutter musste schon vor Ende des Krieges nach Berlin fliehen, wohin auch der Rest seiner Familie nach dem Krieg folgte. Froese kam aus einer Kaufmannsfamilie, und der Einzige, dem künstlerische Talente nachgesagt werden konnten, war sein Vater, der gerne Arien aus bekannten Opern sang. Da seine Familie während des Krieges allen Besitz verloren hatte, musste Froese mit 15 Jahren anfangen, für seinen Lebensunterhalt zu arbeiten. Mit 18 Jahren bekam er ein Hochbegabtenstipendium und studierte vier Jahre lang an der Berliner Akademie der Künste Malerei, Skulptur und Grafik. Um seine Ausbildung zu finanzieren, nahm er vielerlei Gelegenheitsarbeiten in einem Schauspielhaus an wie zum Beispiel Sloganschreiber, Entwurfzeichner, Radiosprecher, Schriftdesigner und Redenschreiber. Er wirkte somit früh bei Werbespots für IBM, Coca-Cola, Ford und viele andere Firmen mit. Einer seiner lukrativsten Aufträge war es, Werbeplakate für die Berliner Busse zu entwerfen. Er begann ein Abendstudium der Psychologie und Philosophie und promovierte über Kants kategorischen Imperativ. Da seine Interpretation nicht mit der akademischen Denkweise konform war, verließ er das Kolleg mit dem Spruch: „Der Staub der Universitäten liegt wie ein Leichentuch über der Wahrheit.“:1
Froese wollte ursprünglich klassischer Pianist werden. Er wandte sich schließlich der Gitarre zu und erlernte das Spielen autodidaktisch. Im Alter von 20 bis 23 Jahren gründete Froese mehrere Pop-Jazz- und Free-Jazz-Gruppen sowie Rockbands, welche er wieder verließ. Musik ohne Abenteuer war ihm „einfach zu langweilig“. Neben seinem Kunststudium und seinen musikalischen Ambitionen spielte er Hauptrollen in mehreren deutschen underground movies.
Im September 1967 gründete Froese mit Kommilitonen aus verschiedenen Fakultäten die erste Inkarnation von Tangerine Dream. Mit Gitarre, Geige, Bass und Schlagzeug spielten sie hauptsächlich auf Studentenpartys, Vernissagen und ähnlichen Sonderveranstaltungen. Die frühen Tangerine Dream waren für ihre kompromisslosen und fast anarchistischen Auftritte bekannt. Zu dieser Zeit kannte das underground movement fast keine Grenzen – je extremer der Auftritt, desto größer die Kultanhängerschaft. Ein Höhepunkt der Gruppe war der Auftritt für den Aktionskünstler Joseph Beuys und eine Serie von Konzerten in Salvador Dalís Villa im spanischen Portlligat bei Cadaqués. Dali selbst tanzte inmitten der Anwesenden und war an Froeses als „rotten, religious“ bezeichneten Musik genug interessiert, um ihn die Vorstellung dreimal wiederholen zu lassen. Wenn Bing Crosbys White Christmas in ohrenbetäubendem Gitarrenfeedback erklang oder ein Konzert mit einer einzigen 20-minütigen Bassnote begann und sich in Verkehrslärm vom Trafalgar Square auflöste, verstand das Publikum meistens, dass es der Gruppe darum ging, Strukturen traditioneller Popmusik und die darin enthaltenen Klischees zu demontieren. Nachdem eine Tonaufnahme aus einer obskuren Berliner Dachwohnung ihren Weg auf den Schreibtisch eines neugegründeten Schallplattenlabels gefunden hatte, begann für Froese eine der abenteuerlichsten Biografien, die er sich hätte vorstellen können.:1
Seine erste LP Electronic Meditation war im traditionellen, esoterischen Sinn überhaupt nicht meditativ. Musikalisch trafen Welten aus Samt und Sandpapier aufeinander. Dieses Album war in Deutschland – in Froeses Worten: „fast selbstverständlich“ – nicht erfolgreich. Die beiden Mitarbeiter des Projekts, Klaus Schulze und Conrad Schnitzler, verließen die Gruppe kurz danach, um Solokarrieren einzuschlagen. Froese führte die Gruppe weiter und nahm noch drei Alben mit unterschiedlicher Besetzung bei Ohr Records auf. Er bekam dann ein vielversprechendes Angebot des damals neuen britischen Labels Virgin Records. Mit dessen Begründer Richard Branson handelte Froese auf den Stufen eines Schallplattenladens im Londoner Stadtteil Notting Hill die Bedingungen des ersten großen Vertrags für Tangerine Dream aus. Nach zwei Tagen und einigen Partien Schach auf Richards Hausboot auf der Themse begann eine zehn Jahre dauernde Zusammenarbeit, die Tangerine Dreams weltweite Karriere startete.
Bereits als Kind erlernte Froese das Klavierspielen. Froese gründete 1962 seine erste Gruppe, in der er Gitarre spielte. Allerdings hatte Froese damals noch nicht vor, Musiker zu werden. Später half ihm seine künstlerische Ausbildung bei der Gestaltung der Plattenhüllen, wobei seine Frau Monika ihm zur Seite stand. Sie gestaltete viele Cover für Tangerine Dream und kann auch als die erste offizielle Band-Fotografin bezeichnet werden. Edgar und Monika Froese heirateten 1970, im selben Jahr kam Sohn Jerome zur Welt.
Froese lernte Salvador Dalí kennen und folgte 1967 einer Einladung, in Dalis Villa in Spanien mehrere Privatkonzerte zu geben. Hier trafen sich Künstler zu happening afternoons. Die Darbietungen waren eine Mischung aus Musik, Literatur und Malerei und können als frühe Form einer Multimediapräsentation bezeichnet werden. Zur Einweihung von Dalis Christus-Statue im Juli 1967 koordinierten sie die Musik.
Zurück in Berlin versuchte Froese, Gleichgesinnte zu finden, die ebenfalls daran interessiert waren, nicht nur die Top 40 der amerikanischen Charts nachzuspielen. Die meisten Musiker fanden jedoch seine Vorstellung, Musik und visuelle Künste in Einklang zu bringen, uninteressant. Mit ständig wechselnder Besetzung spielte Froese oft im Cafe Zodiac bei sogenannten „Nachtkonzerten“.
Aufgrund seines nordischen Aussehens bekam Froese den Spitznamen „Viking“. Mit der Band The Ones, die er bereits 1965 gegründet hatte, veröffentlichte er 1967 eine Single mit den Beat-Stücken Lady Greengrass/Love of Mine. Die Band spielte Rhythm and Blues und Rock ’n’ Roll.
Im September 1967 gründete Edgar Froese Tangerine Dream, deren Stil er maßgeblich beeinflusste. Mit ständig wechselnden Formationen brachte er mehr als achtzig Alben und Soundtracks heraus. Seine wichtigsten musikalischen Weggefährten waren dabei Klaus Schulze, Christopher Franke, Peter Baumann, Johannes Schmoelling, Paul Haslinger, Linda Spa und sein Sohn Jerome Froese.
Neben seiner Arbeit mit Tangerine Dream fand Froese immer noch Zeit, Solo-Projekte umzusetzen und zu veröffentlichen.
So erschien Mitte des Jahres 1974 Edgar Froeses erste Solo-LP Aqua auf dem Deutschrocklabel Brain. Die Aufnahmen entstanden mit dem von Günther Brunschen (TU Berlin) entwickelten Kunstkopf.
Froeses zweites Solowerk Epsilon In Malaysian Pale entstand 1975 unter dem Einfluss einer Asienreise. „Das ist, als wenn man aus der ewigen Dunkelheit des Dschungels in das pralle Sonnenlicht eines Strandes tritt – aus den Träumen der Nacht in die Realität des Tages“, wird die Platte vom Melody Maker beschrieben.
1976 brachte Edgar Froese seine dritte Solo-LP unter dem Titel Macula Transfer auf den Markt. Die Titel der einzelnen Stücke muten sehr eigenwillig an, da sie nach Flugnummern wie Qantas 611 oder OS 452 benannt sind.
1978 erschien Froeses viertes Soloalbum Ages. Als Inspirationen gab er den spanischen Architekten Antonio Gaudí an, sowie den amerikanischen Schriftsteller Henry Miller und Fritz Langs Metropolis.
Auf dem 1979er Album Stuntman verwendete Froese erstmals digitale Klänge. Unterstützt wurde er dabei von dem Hamburger Ingenieur Wolfgang Palm. Aus diesem Album stammt auch Froeses einzige Single Stuntman/Scarlet Score for Mescalero.
Edgar Froese schrieb 1982 den Soundtrack zu dem Wolf-Gremm-Film Kamikaze 1989 und veröffentlichte ihn unter seinem Namen bei Virgin. Der deutsche Film, in dem erstmals der deutsche Regisseur Rainer Werner Fassbinder in einer Hauptrolle zu sehen ist, entstand nach dem Roman Mord im 31. Stock des schwedischen Schriftstellers Per Wahlöö. Im Juni 1982 starb Fassbinder plötzlich, sodass dieser Film auch zugleich sein letztes cineastisches Werk darstellt.
Eine weitere Soloarbeit von Froese wurde 1983 veröffentlicht. Die Platte Pinnacles wurde von der Musikszene als Produktion beschrieben, „die sich nicht durch Voluminösität, sondern durch die Intensität der Stimmungen und Atmosphären auszeichnet“. Der Titel bezieht sich auf jahrtausendealte Felsformationen im australischen Nambung-Nationalpark.
Erst 1995 brachte Edgar Froese mit der Doppel-CD Beyond The Storm ein weiteres, teilweise umstrittenes Soloprojekt heraus. Darauf befinden sich dreizehn remasterte ältere Titel sowie fünfzehn neue Stücke. Vor allem die überarbeiteten Stücke stießen bei einigen Fans auf Ablehnung. Bereits bei Tangerine Dream hatte Froese große Teile des Repertoires zeitgemäß überarbeitet und neu herausgegeben, was nicht immer auf Zustimmung traf.
Im Jahr 2000 starb Edgar Froeses Frau Monika nach langer Krankheit.
Mit seiner zweiten Frau Bianca Acquaye teilte Froese die Liebe zur Kunst, sie selbst malt Acryl-Bilder. Im Jahr 2004 hatten sie eine gemeinsame Ausstellung in Berlin. Bianca schuf auch die Bilder, die auf den Tangerine Dream-Alben Inferno und Purgatorio als Cover-Artwork zu sehen sind.
Unter dem Titel The Ambient Highway erschien 2004 eine fünfteilige CD-Kollektion, in der Froese älteres Material remastert und musikalisch weitergeführt hat. Auch hier finden sich im Cover Arbeiten seiner Frau.
2005 erschien Edgar Froeses letztes Soloalbum Dalinetopia. Im selben Jahr veröffentlichte er auch seine ersten sechs Soloalben auf seinem eigenen Label Eastgate Music. Aus rechtlichen Gründen wurden die Wiederveröffentlichungen neu abgemischt und zum Teil auch neu aufgenommen, was an veränderter Covergestaltung und der Künstlerangabe „Edgar W. Froese“ (anstelle von „by Edgar Froese“) erkennbar ist.
Froese war mit David Bowie, Brian Eno, Iggy Pop, George Moorse, Friedrich Gulda und vielen anderen Weltstars befreundet.
Anfang 2013 hatte er einen schweren Unfall, als er auf Glatteis ausrutschte und eine Kopfverletzung erlitt, in deren Folge er ein halbes Jahr im Koma lag. Durch den erlittenen Kieferbruch konnte er zunächst weder essen noch sprechen. Noch Monate später hatte er erhebliche Probleme, sich zu artikulieren.
Edgar Froese starb am 20. Januar 2015 im Alter von 70 Jahren in Wien an einer Lungenembolie.

National Science Foundation

Die National Science Foundation (NSF) ist eine unabhängige Einrichtung der Regierung der Vereinigten Staaten mit Sitz in Arlington, Virginia, deren Aufgabe die finanzielle Unterstützung von Forschung und Bildung auf allen Feldern der Wissenschaften mit Ausnahme der Medizin ist. Sie wurde am 10. Mai 1950 gegründet. Mit einem jährlichen Budget von ca. 6,9 Milliarden Dollar (2010) repräsentiert sie 20 Prozent der gesamten Zuschüsse der US-Regierung für Grundlagenforschung an Hochschulen. In einigen Bereichen wie Mathematik, Informatik, Wirtschaftswissenschaften und Sozialwissenschaften ist die NSF die Hauptdrittmittelquelle für Forschung. Pro Jahr werden etwa 40.000 Projektanträge gestellt, von denen etwa 10.000 gefördert werden. Seit Oktober 2010 führt Subra Suresh die NSF.

Die NSF ist in sieben Direktorate organisiert:
Andere nationale Forschungsförderungseinrichtungen der USA sind die National Aeronautics and Space Administration (NASA) und das National Institutes of Health (NIH). Auf militärischem Gebiet ist die Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA) bedeutend.
Vergleichbare Einrichtungen sind die Deutsche Forschungsgemeinschaft, der Schweizerische Nationalfonds und die britische Royal Academy of Engineering.

Bliesthal

50.5190976.827694529Koordinaten: 50° 31′ 9″ N, 6° 49′ 40″ O
Lage von Bliesthal in Nordrhein-Westfalen
Bliesthal ist ein Stadtteil von Bad Münstereifel im Kreis Euskirchen, Nordrhein-Westfalen.
Bliesthal liegt vom Effelsberger Wald umgeben in der Nähe der Landesstraße 113.
Im Ort steht ein älteres Jagdhaus. Über die erste urkundliche Erwähnung ist nichts bekannt.
Arloff | Bad Münstereifel | Bergrath | Berresheim | Bliesthal | Buchholzbacher Mühle | Effelsberg | Eichen | Eicherscheid | Ellesheim | Esch | Escher Heide | Eschweiler | Forsthaus Hülloch | Gilsdorf | Gut Hospelt | Gut Unterdickt | Hardtbrücke | Hilterscheid | Hohn | Holzem | Honerath | Houverath | Hummerzheim | Hünkhoven | Iversheim | Kalkar | Kirspenich | Kolvenbach | Kop Nück | Langscheid | Lanzerath | Lethert | Limbach | Lingscheiderhof | Mahlberg | Maulbach | Mutscheid | Neichen | Nitterscheid | Nöthen | Odesheim | Ohlerath | Reckerscheid | Rodert | Rupperath | Sasserath | Scheuerheck | Scheuren | Schönau | Soller | Vollmert | Wald | Wasserscheide | Weißenstein | Willerscheid | Witscheiderhof

X (Thorpe Park)

Eingang und Gebäude
X in Thorpe Park (Chertsey, Surrey, UK) ist eine Stahlachterbahn vom Modell Enigma des Herstellers Vekoma, die 1996 als X:\ No Way Out eröffnet wurde. Diesen Namen hatte sie bis einschließlich 2012 inne. Die Bahn wurde als erste rückwärts fahrende Achterbahn im Dunkeln beworben und nach der Idee thematisiert, als würde man in einem Computervirus festsitzen. Dazu wurde sie im Themenbereich Lost City in einem pyramidenförmigen Wellblechgebäude untergebracht. Ursprünglich besaß sie auch eine Menge an Thematisierung, diese wurde allerdings im Laufe der Jahre zum größten Teil entfernt. Nach dem Powered Coaster Flying Fish war sie bei der Eröffnung 1996 die erste „klassische“ Achterbahn des Parks.
X besitzt fünf Züge mit jeweils fünf Wagen. In jedem Wagen können zwei Personen (eine Reihe) Platz nehmen. Für Ein- und Ausstieg besitzt die Bahn getrennte Stationen. Nach dem Einsteigen wird der Zug von einem Reibradlift auf etwa 13 Meter Höhe befördert. Auf der folgenden 400 Meter langen Strecke hält der Zug dreimal für jeweils ungefähr 15 Sekunden an, was Teil der erzählten Geschichte sein soll. Trotz der relativ kurzen Strecke benötigt der Zug so zwei Minuten für die komplette Fahrt. Pro Stunde können theoretisch 1000 Personen mit der Achterbahn fahren.
Unter Achterbahnfans ist die Bahn aufgrund der schlechten Fahreigenschaften und der nur mäßig wahrnehmbaren Thematisierung eher wenig beliebt und findet sich bei den jährlichen Abstimmungen zu den besten Stahlachterbahnen (Steel Coaster Poll) regelmäßig auf einem der letzten Plätze.
Colossus | Flying Fish | Nemesis Inferno | Saw – The Ride | Stealth | The Swarm | X
51.403411111111-0.51328055555556Koordinaten: 51° 24′ 12″ N, 0° 30′ 48″ W

Spielen macht Schule

Die Initiative Spielen macht Schule ist ein Wettbewerb für Grundschulen. Das Ziel der Initiative ist es, das klassische Spielen zu fördern. 2007 haben der Verein Mehr Zeit für Kinder und das Transferzentrum für Neurowissenschaften und Lernen das Konzept für den Wettbewerb entwickelt.

2007 wurde in Hessen ein Pilotprojekt mit 172 beteiligten Grundschulen im Bereich der Staatlichen Schulämter Darmstadt-Dieburg, der Stadt Darmstadt, Wetteraukreis und Hochtaunuskreis gestartet, das 2008 auf das gesamte Bundesland Hessen sowie Bayern und Baden-Württemberg ausgedehnt wurde und für 6.000 Grundschulen ausgerichtet wurde. 2009 kam das Bundesland Nordrhein-Westfalen hinzu und das Preisgeld betrug 750.000 EUR, wovon für 46 Grundschulen und 4 Bibliotheken in Nordrhein-Westfalen insgesamt 200.000,00 EUR zur Verfügung standen. 2010 waren neun Bundesländer zur Teilnahme zugelassen: Baden-Württemberg , Bayern, Berlin, Brandenburg, Hamburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Sachsen. Ab 2012 ist die bundesweite Ausschreibung geplant.
Der Wettbewerb findet jährlich statt. Zur Teilnahme erstellen Schulen ein Konzept, wie sie das klassische Spielen in den Schulalltag einbinden und die Spiele den Kindern zugänglich machen. Dieses wird von einer Fachjury bewertet. Die Gewinnerschulen erhalten als Preis eine Auswahl an Spielen, um ein Spielzimmer einrichten zu können. 2010 wurden Spiele im Wert von 750.000,00 EUR an 205 Grundschulen vergeben. Diese hat im Vorfeld das Transferzentrum für Neurowissenschaften und Lernen auf ihren pädagogischen Wert geprüft. Die Kultusministerien der beteiligten Bundesländer unterstützen die Initiative. Die Spiele stiften Mitgliedsunternehmen des Deutschen Verbandes der Spielwaren-Industrie, u. a. Märklin, Ravensburger und der Tipp-Kick-Hersteller Edwin Mieg OHG. Bis 2010 sollten 800 Spielzimmer in Grundschulen eingerichtet werden.

Bistum Kamina

Das Bistum Kamina (lat.: Dioecesis Kaminaensis) ist eine in der Demokratischen Republik Kongo gelegene römisch-katholische Diözese mit Sitz in Kamina.

Das Bistum Kamina wurde am 18. Juli 1922 durch Papst Pius XI. aus Gebietsabtretungen des Apostolischen Vikariates Kasaï Superiore als Apostolische Präfektur Lulua e Katanga Centrale errichtet. Am 26. Februar 1934 gab die Apostolische Präfektur Lulua e Katanga Centrale Teile ihres Territoriums zur Gründung des Apostolischen Vikariates Boma ab. Die Apostolische Präfektur Lulua e Katanga wurde am 26. Februar 1934 durch Pius XI. mit der Apostolischen Konstitution Libenti animo zum Apostolischen Vikariat erhoben. Am 8. Juli 1948 gab das Apostolische Vikariat Lulua e Katanga Centrale Teile seines Territoriums zur Gründung der Apostolischen Präfektur Lac Moero ab. Das Apostolische Vikariat Lulua e Katanga Centrale wurde am 8. Juli 1948 in Apostolisches Vikariat Lulua umbenannt.
Am 10. November 1959 wurde das Apostolische Vikariat Lulua durch Papst Johannes XXIII. mit der Apostolischen Konstitution Cum parvulum zum Bistum erhoben und in Bistum Kamina umbenannt. Es wurde dem Erzbistum Lubumbashi als Suffraganbistum unterstellt. Das Bistum Kamina gab am 11. März 1971 Teile seines Territoriums zur Gründung des Bistums Kolwezi ab.

Thomas Sauerborn

Thomas Sauerborn (* 28. August 1987 in Nürtingen) ist ein deutscher Jazzmusiker (Schlagzeug).

Sauerborn erhielt ab dem sechsten Lebensjahr Klavierunterricht. Weitläufig verwandt ist er mit dem Saxophonisten Heinz-Dieter Sauerborn. Mit neun Jahren wechselte er zum Schlagzeug. Seit dem 13. Lebensjahr sammelte er Erfahrungen in lokalen Pop/Rock-, Folk- und Jazzbands. Von 2008 bis 2010 studierte er am Conservatorium van Amsterdam bei Marcel Serierse und Martijn Vink, um dann ein Bachelorstudium an der Musikhochschule Köln bei Michael Küttner, Jonas Burgwinkel und Henning Berg bis 2013 anzuschließen. Zwischen 2007 und 2010 war er Schlagzeuger im von Wolfgang Diefenbach geleiteten LandesJugendJazzOrchester Hessen, mit dem er die Alben Corazon Latino Especial imd Tribute to Kenny Napper einspielte. Von 2010 bis 2011 gehörte er zum Bundesjazzorchester.
Sauerborn veröffentlichte mit seiner Band Monophonist 2014 das Album Personalunion; mit Theresia Philipp und David Helm ist er unter dem Namen pollon aktiv. Auch trat er mit Musikern wie Claudio Roditi, Joe Gallardo, Jiggs Whigham, Herb Geller, Josee Koning, Jeff Cascaro, Jan Wessels, Steffen Schorn, Madeline Bell, den New York Voices, Gwilym Simcock, Matthias Schriefl, Joris Roelofs, Paul Heller und Bastian Stein auf. Weiter ist er auf mehreren Alben mit dem Quartett Besaxung zu hören; 2014 wurden zudem die CDs Räume mit dem Doppeltrio Makkro und Waiting mit dem Gitarristen Rouzbeh Asgari veröffentlicht. Weiterhin ist er Mitglied des Mengamo Trio und von Willit Blend (The Rainbow’s End), der Bands von Stephanie Neigel und Christine Corvisier und des Subway Jazz Orchestra.
2006 erhielt Sauerborn den ersten Preis bei der Solowertung von Jugend jazzt in Hessen. In den folgenden Jahren erhielt er mit Philipp Gerschlauers Besaxung beim gleichen Wettbewerb und beim Bundeswettbewerb „Jugend jazz“ den ersten Preis.

Alesandrion

Alesandrion (* 20. Mai 1961 in Österreich; bürgerlich: Alexander Mirko Wallner) ist ein österreichischer Maler, (Heil-) Raumgestalter, Grafiker und Autor.

Alesandrion ist als ältestes Kind von Harald und Ruth Wallner in Wien geboren, mütterlicherseits waren seine Vorfahren jüdischer Herkunft. Die jüdische Großmutter, in Melk an der Donau aufgewachsen, wechselt jedoch anlässlich ihrer Heirat mit einem Katholiken zum römisch/katholischen Glauben. Ein Umstand der ihr und der Tochter Ruth als einzige Ihrer Familie das Überleben des Holocaust ermöglicht. Sie stirbt 2011 kurz nach ihrem 100sten Geburtstag. Die Verbindung dieser jüdischen Wurzeln mit den Mythen der griechischen Antike und christlicher Mystik prägen Alesandrions künstlerisches Werk nachhaltig.
Von 1980 bis 1985 studiert er an der Akademie der bildenden Künste in Wien, Restaurierung und Konservierung. Sein Hauptinteresse gilt dabei der Wandmalerei in originaler Fresko -technik. Nach Abschluss des Studiums mit dem akademischen Titel „Magister artium“ beginnt er sofort mit seinen eigenen künstlerischen Projekten, und wird für 5 Jahre von Prof. Josef Mikl als Lehrbeauftragter an dessen Meisterschule für Naturstudium (Abendakt) an der Akademie der bildenden Künste berufen. Seit 2000 unterrichtet Alesandrion an der Universität für angewandte Kunst die Fächer „Historische Maltechniken“ und „Kunst am Bau“ für die Institute Malerei und Restaurierung.
Seine frühen Arbeiten, überwiegend reine Fresken, die er bis in die 1990er Jahre ausschließlich für wohlhabende private Mäzene fertigt, sind deutlich von der italienischen Malerei Renaissance und des Frühbarock beeinflusst. Mit der Ausstellung „Tafelbilder“ im Stift Klosterneuburg im Jahr 1996 wendet er sich verstärkt der Anfertigung von Tafelbildern zu, für die er seine typische Gestaltung auf eigens modifizierter Grundlage der barocken Stuckmarmortechnik entwickelt, die er mit Malerei in Kaseintempera und Akryl mischt. In der Folge entstehen auch Ölbilder auf Leinwand, Gouache- und Aquarellarbeiten.
Die meisten Werke Alesandrions gründen auf mythologische, mystische oder astrologische Motive und Symbolik. Inhalt seiner Bilder, die er oft aus visionären Erfahrungen schöpft, ist es die enge Verbindung und Durchdringung der menschlichen Existenz, der irdischen Materie, mit metaphysischen (Metaphysik) Welten sichtbar und begreifbar zu machen. Seit 2000 unterrichtet Alesandrion an der Universität für angewandte Kunst die Fächer „Historische Maltechniken“ und „Kunst am Bau“ für die Institute Malerei und Restaurierung.
Im Jahr 2003 lernt Alesandrion in Wien die Frauenrechtlerin Waris Dirie kennen. Diese Begegnung inspiriert ihn zu einem 12teiligen Bilderzyklus (2003 – 2007), der sowohl Portraits von ihr, als auch verschiedene Szenen aus ihrem ersten Buch „Wüstenblume“ beinhaltet.
2011 wird das Bild „Schwarze Schutzgöttin“ aus dem Waris Dirie Bilderzyklus in die Sammlung des Phantastenmuseum aufgenommen und ein weiteres Bild „Schwarze Jungfrau“ angekauft.
Parallel beschäftigt sich Alesandrion intensiv mit den Einflüssen der Farben, Motiven, Formen und Symbolen in der Kunst auf Körper, Geist und Seele des Menschen. Er entwickelt dazu einen eigenen Lehrgang „Farbe – Form – Symbol“ und eine rege Vortragstätigkeit, u.a. eine Vorlesung am Institut für Farbenchemie und -physik an der Wiener Kunstakademie. Die praktische Umsetzung dieser Tätigkeit findet sich seit dem Jahr 2000 in vielen Aufträgen für öffentliche und private Krankenhäuser. Hinter diesen Malereien und Gestaltungen steht die Absicht, das Wohlbefinden der Patienten, der Spitalsbelegschaft und Besucher zu heben und Heilungen zu unterstützen.
„Der Mann lebt in zwei Welten, in zumindest zwei…er nennt sich Alesandrion. Das klingt sehr antik, archaisch, mythologisch. Ist es aber nicht. Es löst bloß im Leser, Hörer etwas aus, was in jedem in den Archetypen des kollektiven Unbewussten eingelagert ist.“

Jessi Colter

Jessi Colter (* 25. Mai 1943 als Mirriam Johnson in Phoenix, Arizona) ist eine US-amerikanische Country-Sängerin.
Von 1963 bis 1968 war Colter mit dem Gitarristen Duane Eddy verheiratet, mit dem sie auch musikalisch zusammenarbeitete. Ihre erste Schallplatte brachte Colter 1969 heraus. Im selben Jahr heiratete sie den Country-Star Waylon Jennings und wurde mit ihm zu einem Teil der Outlaw-Bewegung. Ihr gemeinsamer Sohn Shooter Jennings kam 1979 zur Welt.
Trotz etlicher in den 1970er Jahren produzierter Schallplatten stand Jessi Colter immer im Schatten ihres weitaus berühmteren Ehemannes. Im Jahr 1975 konnte Jessi Colter ihren ersten und einzigen Nr.-1-Erfolg in den Billboard Country-Charts mit der Single I’m Not Lisa verbuchen. Der von ihr selbst geschriebene Song, der von Ken Mansfield und Waylon Jennings produziert wurde, erreichte am 24. Mai 1975 den Spitzenplatz der Countrycharts und konnte sich eine Woche auf Platz 1 halten. Danach war ihren Soloveröffentlichungen nur noch bescheidener Hitparadenerfolg vergönnt. Etwas erfolgreicher war ihr Duett mit Waylon Jennings bei dem Titel Storms Never Last. Diese Auskopplung aus dem Album Waylon & Jessi schaffte es 1980 bis in die Top Ten der Country-Charts.
Bereits 1978 war sie ebenfalls mit Jennings an dem künstlerisch ambitionierten, aber kommerziell erfolglosen Projekt „White Mansions“ beteiligt, in dem der Songwriter und Produzent Paul Kennerley den Sezessionskrieg aus der Sicht einiger Südstaatenfiguren musikalisch verarbeitete.

Signalisierung

Signalisierung (oder auch Zeichengabe) ist ein Überbegriff für die Abgabe von Zeichen (Signalen oder Nachrichten) in verschiedenen Bereichen der Kommunikation und Technik.

Signalisierung (englisch: signalling), ist die Übermittlung von Information zu Steuerungszwecken. Im Bereich der Telekommunikation werden Steuersignale meist codiert übertragen. Sie werden auf der Empfangsseite mittels eines Signalisierungsprotokolls dekodiert und interpretiert.
Mit Hilfe der Signalisierung wird die Kommunikation innerhalb eines Telekommunikationsnetzes gesteuert. Dies kann bedeuten: die Steuerung einzelner Nachrichten, einzelner Kanäle, oder auch eines ganzen Telefonnetzes. Hauptzweck des Austausches von Signalisierungsinformationen ist es, Verbindungen zwischen Teilnehmern herbeizuführen, aufrecht zu halten und schließlich wieder abzubauen. Dabei können Teilnehmer Menschen oder Maschinen (Prozesse) sein.
Beim Verbindungsauf- und -abbau werden zudem auch teilnehmer- und netzspezifische Dienstmerkmale (zum Beispiel vermittlungstechnische Leistungsmerkmale) berücksichtigt. Innerhalb eines Telefonnetzes werden mit Hilfe von Signalisierungsprotokollen Verbindungstests, Messungen und Netzsteuerungsmaßnahmen durchgeführt (z. B. Lastverteilung, Umrouten bei Verbindungsausfällen oder bei Überlast).
Signalisierungsinformationen können umfassen: Einfache Steuersignale zur Information des Benutzers sind zum Beispiel
Etwas komplexer ist die Signalisierung beziehungsweise die Übertragung von Informationen für Komfortfunktionen wie
Noch wesentlich komplexer sind Signalisierungsinformationen etwa beim
Es gibt für viele Anwendungen Signalisierungs-Szenarien, die die Abfolge von Signalisierungsinformationen bei bestimmten Aktionen im Telefonnetz beschreiben.