Sophie Lalive de Bellegarde

Élisabeth Françoise Sophie de Tardieu d’Esclavelles oder Élisabeth Françoise Sophie de Lalive de Bellegarde (* 18. Dezember 1730; † 28. Januar 1813), durch Heirat mit dem General César Louis Marie François Ange d’Houdetot (1749–1825) 1748 Gräfin von Houdetot (sprich: udetoh), war eine Salonière.

Ihre Eltern waren der Brigadegenerals der Infanterie und Gouverneur der Zitadelle von Valenciennes Louis-Gabriel de Tardieu, marquis d’Esclavelles (1666–1736) und seiner Ehefrau Florence Angélique Prouveur de Preux (1695–1762). Beide hatten sie zwei Kinder die Louise Florence Pétronille de Tardieu d’Esclavelles oder die spätere Louise Florence Pétronille Lalive, marquise d’Épinay und eben die Élisabeth Françoise Sophie.

Sie gehörte zu den literarischen Berühmtheiten des 18. Jahrhunderts, teils wegen ihrer langjährigen Beziehungen zu dem Dichter Jean-François de Saint-Lambert

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, mehr aber noch durch die glühende Neigung, welche sie Jean-Jacques Rousseau einflößte, der ihrer in seinen „Bekenntnissen“ mit Leidenschaft gedenkt und ihrem Einfluss viele poetische Anregungen verdankt.

Um das Jahr 1760 trat sie in eine Beziehung zu Saint-Lambert ein, welche bis zu dessen Tod 1803 hielt. Sie lebten in ihren letzten gemeinsamen Jahren auf einem Landsitz bei Paris.

Durch Herzensgüte und Geist gleich ausgezeichnet, verfasste sie gelegentlich kleine, feinsinnige Poesien, die heimlich bei ihren Freunden zirkulierten. Sie starb, die letzte aus dem Kreis der Enzyklopädisten.

Um danach auf den Meyers-Artikel zu verweisen, kannst du {{Meyers Online|Band|Seite}} benutzen.

Egon Milder

Egon Milder (* 22. April 1942; † 18. Oktober 1975 in Luzern) war ein deutscher Fußballspieler und -trainer. Von 1965 bis 1969 kam er als Aktiver von Borussia Mönchengladbach auf 123 Einsätze in der Fußball-Bundesliga und erzielte dabei elf Tore.

Egon Milder kam über die Ausbildungsstation SuS Kaiserau – dort spielte er für die Westfalenauswahl wie auch in der Jugendauswahl von Westdeutschland – zur Runde 1962/63 zum VfL Bochum. Die Mannschaft von der Castroper Straße spielte im letzten Jahr des alten erstklassigen Oberligasystems in der 2. Liga West. Milder absolvierte unter Trainer Hermann Lindemann an der Seite der Mitspieler Werner Jablonski und Walter Zastrau 23 Ligaspiele und erzielte dabei drei Tore. Bochum belegte den 14. Platz und war somit nicht zur Runde 1963/64 für die neue Zweitklassigkeit der Fußball-Regionalliga West nominiert. Durch seinen neuen Vertrag in Mönchengladbach zur Runde 1963/64 zog er an den Niederrhein und spielte mit der Bökelberg-Elf in der Regionalliga.

Sein erstes Spiel in der neuen Liga bestritt der excellente Techniker mcm taschen sale, der sich gut am Ball behaupten und seine Mitspieler einsetzen konnte, am 8. September 1963 unter Trainer Fritz Langner. Es war der sechste Spieltag und die Borussia verlor mit 1:2 Toren bei Fortuna Düsseldorf. Das Startresultat mit 5:11 Punkten aus den ersten acht Spielen verhinderte das Eingreifen um den Kampf um die Spitzenplätze. An der Seite der Mitspieler Karl-Heinz Mülhausen, Günter Netzer, Heinz Lowin und Heinz Crawatzo kam der Neuzugang aus Bochum auf 29 Ligaeinsätze (1 Tor) und Mönchengladbach belegte den achten Rang. Als Trainer Hennes Weisweiler 1964/65 seinen Vorgänger Fritz Langner – dieser zog den FC Schalke 04 in der Fußball-Bundesliga den Borussen vor – ablöste, setzte Weisweiler Milder auf der Liberoposition ein, da er als Spielmacher auf Günter Netzer setzte. Als der „Fohlen-Elf“ überraschend der Titelgewinn 1965 glückte, hatte Milder 31 Ligaspiele mit sieben Toren für den Meister bestritten. In die Meisterrunde startete Gladbach am 9. August 1964 mit einem 4:2-Heimsieg gegen Bayer Leverkusen. Weisweiler formierte dabei die VfL-Defensive mit Torhüter Manfred Orzessek; als Verteidigerpaar traten Albert Jansen und Arno Ernst an; in der Läuferreihe agierten Milder, Walter Wimmer und Heinz Lowin. Am 31. Januar 1965 zeichnete sich Milder beim 7:1-Erfolg gegen STV Horst-Emscher als dreifacher Torschütze aus. Er vertrat dabei den verletzten Spielmacher Netzer auf Halblinks. In der Aufstiegsrunde absolvierte er gegen die Rivalen SSV Reutlingen, Holstein Kiel und Wormatia Worms fünf Spiele und erzielte ein Tor zum Aufstieg in die Bundesliga. Er entschied das zweite Spiel am 5. Juni mit einem Kopfball in der 90. Minute gegen Holstein Kiel, das die „Fohlen“ dadurch mit 1:0 Toren entscheiden konnten. In der Regionalliga West wird er insgesamt von 1963 bis 1965 mit 60 Spielen und acht Toren notiert.

Am vierten Spieltag der Runde 1965/66 debütierte Milder in der Bundesliga. Am 4. September 1965 reichte es für Gladbach zu einem 0:0-Remis beim FC Schalke 04. In vier Runden Bundesliga gehörte Egon Milder dann von 1965 bis 1969 der Stammbesetzung von Gladbach an und rangierte in den Runden 1967/68 und 1968/69 jeweils mit der Borussia auf dem dritten Rang. In den drei Runden 1966/67 bis 1968/69 fehlte er nur an einem Bundesligaspieltag

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. Milder gehörte auch den BMG-Teams an, die durch besonders torreiche Siege gegen den FC Schalke 04 (11:0), 1. FC Kaiserslautern (8:2) und Borussia Neunkirchen (10:0) in den Runden 1966/67 (Schalke 04) und 1967/68 (Kaiserslautern, Neunkirchen) besondere Marken in der Bundesliga setzten. Sein letzter Bundesligaauftritt gestaltete sich spektakulär: Am 34. Spieltag der Runde 1968/69 trat Mönchengladbach bei Werder Bremen an und es entwickelte sich ein Torfestival, welches der Gastgeber mit drei Treffern des Ex-Borussen Bernd Rupp mit 6:5 Toren für sich entscheiden konnte. Den 5:6 Anschlußtreffer erzielte Milder in der 82. Minute durch einen verwandelten Foulelfmeter. Im Sommer 1969 – Weisweiler verstärkte die Defensive seiner Mannschaft mit Ludwig Müller und Klaus-Dieter Sieloff – wechselte er in die Schweiz zum FC Luzern. In seinem ersten Jahr in Luzern erreichte er mit seiner neuen Mannschaft die Vizemeisterschaft in der Nationalliga B und damit den Aufstieg in die NLA. Später war er Spielertrainer beim SC Kriens. Er starb im Oktober 1975 an einem Gehirntumor im Luzerner Kantonsspital.

Am 27. Februar 1965 gewann die damals noch in der zweiten Liga spielende Borussia ein Spiel gegen die österreichische Nationalmannschaft mit 3:2. Es war das erste Spiel der Borussia gegen eine Nationalmannschaft und wurde durch ein Tor von Egon Milder entschieden. Am 13. August 1968 führte er als Borussen-Kapitän seine Mannschaft auf den Rasen zu einem 4:1-Erfolg gegen Japan.

Esbjörn Svensson

Esbjörn Svensson (* 16. April 1964 in Västerås, Schweden; † 14. Juni 2008 in Stockholm) war der Pianist und Komponist der schwedischen Jazzband Esbjörn Svensson Trio (auch E.S.T. oder e.s.t.). Er gilt als einer der herausragenden Jazzpianisten der Zeit um die Jahrtausendwende und schuf mit seiner Band einen neuartigen Jazztrio-Klang, der mit seinen Anleihen beim Sound der Pop- und Rockmusik dem Jazz neue Hörer erschloss.

Esbjörn Svensson war der Sohn einer klassischen Pianistin und eines jazzbegeisterten Vaters; sein Großonkel war der Pianist und Sänger Gunnar Svensson. Klavier lernte er zunächst nur autodidaktisch. In einem musikalischen Elternhaus aufgewachsen, kam er früh mit Jazz in Berührung, fühlte sich jedoch zunächst nur von der Klassik angesprochen. Als Jugendlicher entwickelte er zusätzlich ein reges Interesse für Popmusik und Rock ’n’ Roll, über den er wieder zur Klassik kam und schließlich zum Jazz fand. Bereits zu Schulzeiten gründete er seine ersten Bands. Nachdem er unter Anleitung seiner Mutter anfängliche Erfahrungen am Instrument sammeln konnte, begann er mit seinem Freund und späteren Bandkollegen Magnus Öström gemeinsam zu musizieren.

Im Alter von 16 Jahren wechselte er schließlich auf ein Musikgymnasium, wo er seinem ersten Jazzlehrer Jerzy Lisewski zugeteilt wurde. Später studierte er vier Jahre an der Königlichen Musikhochschule in Stockholm und erhielt Unterricht von einem klassischen Konzertpianisten, da er mit dem ihm zugewiesenen Jazzpianisten als Lehrer nicht zufriedenstellend zusammenarbeiten konnte. So verfolgte er zunächst eine Ausbildung für das klassische Spiel und beschäftigte sich in diesem Zusammenhang zudem intensiv mit der Musik Johann Sebastian Bachs, die ihn später auch kompositorisch prägte. Außerdem erhielt er im Rahmen seines Studiums Unterricht von Bengt-Arne Wallin.

Nach seinem Abschluss arbeitete er zunächst kurze Zeit als Sideman in der schwedischen und dänischen Jazzszene – unter anderem seit 1985 für mehrere Jahre in der Hardbop-Band von Fredrik Norén. Ab 1990 gehörte er zum Quintett von Lina Nyberg. Auch trat er als Komponist für Popmusik in Erscheinung. Da er sich in dieser Formation nicht richtig wohl fühlte, verfolgte er alsbald die Idee eines eigenen Jazztrios.

1990 gründete er sein erstes eigenes Trio, das ein Vorläufer des Esbjörn Svensson Trios war, und dem bereits sein Jugendfreund und Schlagzeuger Magnus Öström, angehörte. 1993 stieß der Bassist Dan Berglund (* 1963) zu den beiden Musikern, und das Esbjörn Svensson Trio wurde gegründet. Kurz darauf erschien ihr erstes Album When Everyone Has Gone. Ein Jahr später kamen die drei Musiker überein, sich nur noch auf die Arbeit mit ihrem eigenen Trio zu konzentrieren und keine größeren musikalischen Nebentätigkeiten mehr auszuführen. 1995 erschien in Schweden ihr Album Mr. & Mrs. Handkerchief, das sechs Jahre später vom Label ACT Music unter dem Titel E.S.T. Live ’95 im restlichen Europa veröffentlicht wurde.

Mitte der neunziger Jahre hatte sich das Trio in der nordischen Jazzszene etabliert, und Svensson wurde 1995 und 1996 in Schweden zum Jazzmusiker des Jahres gewählt. Das nächste Album E.S.T. Plays Monk verkaufte sich in Schweden über 10.000 mal und die frischen Arrangements der Kompositionen von Thelonious Monk fanden nun bereits großen Anklang bei Kritikern. 1997 erschien das Album Winter in Venice, das fast ausschließlich Eigenkompositionen beinhaltet und zwei Schwedische Grammys gewann, einen für Svensson als „Best Composer“, den anderen für das beste Album.

Da sein Stockholmer Label keine Auslandskontakte zur Jazzwelt hatte, nahm Svensson 1994 die Gelegenheit einer Aufnahme mit dem Posaunisten Nils Landgren wahr, um mit dessen Manager Siegfried Loch vom deutschen Jazz-Label ACT über eine Zusammenarbeit zu reden. Svensson bestand auf einer beiderseitigen Kooperation der Labels und es dauerte fünf Jahre, bis der Vertrag zustande kam. Mit der CD From Gagarin’s Point of View (1999), die international von ACT vertrieben wurde, gelang e.s.t. auch der internationale Durchbruch. Der Song Dodge the Dodo vom letztgenannten Album entwickelte sich zu einem oft gespielten Hit der Band. Er machte, zusammen mit Svenssons weiteren Kompositionen, seine kompositorischen Fähigkeiten sowie den typischen e.s.t.-Sound einem internationalen Publikum bewusst und war zukunftsweisend für die Entwicklung des Jazztrios.

Mit ihren Alben Good Morning Susie Soho und Strange Place for Snow machten sie insbesondere auch das amerikanische Publikum auf ihr Trio aufmerksam, und es folgte 2002 eine neunmonatige Tour durch Europa, die Vereinigten Staaten und Japan. Beide Alben zeichneten sich durch große Originalität aus, integrierten sicher und kreativ andere Musikstile und festigten den bestimmten Sound der Gruppe. Die seitdem veröffentlichten Alben Seven Days of Falling (2003), Viaticum (2005) und Tuesday Wonderland (2006) wurden sowohl von Kritikern als auch Fans sehr positiv aufgenommen und brachten diverse Auszeichnungen sowie sehr gute Platzierungen in den Jazz- und Popcharts. Die ausgedehnten Konzerttouren zu den Alben führten viele Zuhörer zu ihren Live-Auftritten, und allein auf der „Tuesday Wonderland“-Tour gab die Band innerhalb eines Jahres vor mehr als 200.000 Zuhörern über 100 Konzerte in 24 Ländern. Als erste europäische Jazz-Band überhaupt erschien e.s.t. auf dem Titelbild des angesehenen US-amerikanischen Jazz-Magazins Down Beat (Mai 2006).

Nach diesem Erfolg arbeitete das Trio kontinuierlich am Konzept der Integration von Klangerweiterungen (elektronischen und mechanischen) in einem Jazztrio-Kontext. Das vorletzte Album e.s.t. Live in Hamburg erschien im November 2007 und stellt einen Konzertmitschnitt eines Auftritts im Herbst 2006 in Hamburg im Rahmen der „Tuesday Wonderland“-Tour dar. Die kreative und energiereiche Improvisation der Band wird auf dieser Doppel-CD sehr authentisch festgehalten und führte zu dem Vergleich mit dem Köln Konzert von Keith Jarrett, was die Bedeutung in ihrer Diskographie betrifft. Die Aufnahme zeigt den über die Jahre entwickelten Sound des Trios deutlich, weist dabei teilweise als neue Interpretation der bekannten e.s.t.-Kompositionen über das bisher Gehörte hinaus und ist einer der bedeutendsten Live-Mitschnitte, die das Genre in der letzten Zeit hervorgebracht hat.

Das letzte Album Leucocyte, welches postum erschien, ist der Mitschnitt einer vollständig frei improvisierten Jamsession der Band in den Studios 301 während der Australien-Tour im Januar 2007. Die Musik ist deutlich experimenteller als auf vorherigen Alben und stellt einen für Jazztrios ungewohnten Sound dar, der viele elektronische Klangerweiterungen (Hall, Verzerrungen usw.) enthält, als Fundament jedoch den akustischen Klang bewahrt

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. Dies deutet auf die ursprünglich geplante musikalische Weiterentwicklung des Trios hin, wofür auch die Tatsache spricht, dass spontane Jamsessions, ohne feste Kompositionen, der Band als Quelle der musikalischen Erneuerung galten. Die Rezeption von Svenssons visionärer Klangsprache auf diesem Meilenstein durch Musikerkollegen, Fachwelt und Publikum ist noch nicht abgeschlossen und bietet Ansatzpunkte für die Entwicklung neuer Klangdimensionen im Jazztrio-Kontext.

Nach Svenssons Tod wurde das Esbjörn Svensson Trio aufgelöst. Die musikalische Zukunft seiner Kollegen Dan Berglund und Magnus Öström ist noch ungewiss. Einer Aussage Öströms zufolge wäre ein Auftreten der beiden als Duo unter dem Bandnamen Taurus 2 möglich. Am 12. September 2008 fand auf Schloss Elmau in Bayern ein Gedenkkonzert für Esbjörn Svensson statt. Es spielten Dan Berglund, Magnus Öström und Nils Landgren.

Seit 1994 spielte Svensson auch Alben mit dem Posaunisten Nils Landgren ein. Die Zusammenarbeit endete 1999

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, da Svensson sich nur noch auf sein Trio, das stetig bekannter und erfolgreicher wurde, konzentrieren wollte. Trotz der nun sporadischen musikalischen Zusammenarbeit blieben die beiden gut befreundet und es kam zu Gastauftritten von Nils Landgren beim Esbjörn Svensson Trio.

1997 tourte das Esbjörn Svensson Trio mit der Sängerin Viktoria Tolstoy, die ihr Blue Note Debütalbum Russian White fertiggestellt hatte, das von Svensson produziert wurde. Im Oktober 2003 nahm sie außerdem das Album Shining on You auf, welches Svensson gewidmet war. Er komponierte und arrangierte sämtliche Songs des Albums und übernahm auch den Klavierpart, trat dabei jedoch unter dem Pseudonym Bror Falk auf.

Am 14. Juni 2008 verunglückte Svensson tödlich beim Tauchen im Stockholmer Schärengarten. Da die Todesursache zunächst ungeklärt war, stellte die schwedische Polizei Ermittlungen bezüglich der Umstände des Todes an und kam zu dem Ergebnis, dass es sich um einen Unfall handelte. Sein plötzlicher Tod auf dem bisherigen Höhepunkt seiner Karriere und vor der Veröffentlichung des kurz zuvor fertiggestellten Albums Leucocyte löste in der Jazzszene tiefe Bestürzung und Betroffenheit aus. Am 8. Juli 2008 fand in Stockholm eine Gedenkfeier mit kurzen musikalischen Beiträgen von Viktoria Tolstoy, Nils Landgren und Svenssons beiden Bandkollegen Dan Berglund und Magnus Öström statt. Die Beisetzung erfolgte unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Esbjörn Svensson hinterließ seine Ehefrau und zwei Söhne.

Esbjörn Svensson Klavierstil ist stark von Keith Jarrett – insbesondere dessen frühen Aufnahmen – beeinflusst, zeigt aber auch die Rezeption des Stils von Bill Evans und Einflüsse der Musik Pat Methenys. Des Weiteren schätzte er die Musik von Johann Sebastian Bach als äußerst wertvoll für seine musikalische Entwicklung ein und komponierte ein Wohltemperiertes Klavier für sein Jazztrio. Teile dieser Kompositionen sind in abgeänderter Fassung, die durch Anregungen seiner Bandkollegen entstand, auf dem Album Tuesday Wonderland zu hören. In der Jazztradition ist er kompositorisch der Musik von Thelonious Monk eng verbunden. In seinen Kompositionen und Improvisationen verarbeitete er außerdem Hörerfahrungen aus anderen Musikgenres, wie der Pop- und Rockmusik (z. B. Radiohead). Zur Übung und Entspannung spielte er auch gerne klassische Werke von Beethoven, Chopin, Rachmaninow und Bartók, hielt sich jedoch nicht für gut genug, um diese auf CD einzuspielen.

Obwohl er maßgeblich zur Emanzipation der europäischen Jazzszene von der US-amerikanischen beitrug, schätzte er deren Tradition, ohne sich jedoch unnötigen Zwängen durch diese auszusetzen. Das oft beschworene Szenario eines Wettbewerbs oder Kampfes um die neuere, innovativere Jazzszene zwischen den Vereinigten Staaten und Europa konnte er jedoch nicht nachvollziehen und sah die Innovation vielmehr in Abhängigkeit von einzelnen Künstlern, als von Staaten.

Ein für Jazztrios eher ungewöhnlicher Ansatz war die lange und stetige Verbundenheit der drei Mitglieder, die nur zusammen im Esbjörn Svensson Trio auftraten. Diese eher aus der Pop- und Rockmusik bekannte Beständigkeit der Bandmitglieder trug maßgeblich zu der eigenen Soundbildung des Trios bei, die später zu ihrem unverwechselbaren Markenzeichen wurde. Ebenso entwickelte sich ein quasi blindes Verständnis für gemeinsame Improvisationen, die große Anerkennung genossen. Durch die organische Einbindung elektronischer Klangeffekte auf der Basis von akustischen Instrumenten wurde das traditionelle Klangbild des Jazztrios erweitert. Die Elektronik sollte den Klang nicht dominieren, sondern nur ergänzen, so dass zum Beispiel Synthesizer nur bei Proben zu Hause, nicht jedoch bei Konzerten oder Plattenaufnahmen zum Einsatz kamen. Svensson spielte das Piano lyrisch, virtuos und zugleich energiereich, nicht aber technisch, so dass die rein pianistische Technik stets dem Klangeindruck des Trios untergeordnet war und teilweise auch nach dem Prinzip „weniger ist mehr“ komponiert und improvisiert wurde.

Den Tonmeister der Band, Åke Linton, nannte Svensson oft „ein viertes Bandmitglied“, was die Suche nach dem perfekten Sounds der Gruppe für jede Art von Konzerträumen betont. Später setzte e.s.t. bei Live-Auftritten auch Lichteffekte ein, die jedoch nie von der Musik ablenken, sondern diese nur visuell unterstützen sollten.

Svensson beeinflusste eine Reihe von jüngeren Musikern in ihrer musikalischen Entwicklung, so etwa Ethan Iverson der Gruppe The Bad Plus und den deutschen Jazz-Pianisten Michael Wollny, und prägte einen neuen Klang im Genre des Jazztrios.

Er wird zusammen mit dem US-Amerikaner Brad Mehldau als einer der bedeutendsten und einflussreichsten Jazz-Pianisten der Zeit um die Jahrtausendwende angesehen.

Svensson wurde in Schweden 1995 und 1996 zum Jazzmusiker des Jahres gewählt, im Jahre 1998 erhielt er die Auszeichnung als Best Composer und im Jahre 2002 den Guinness Jazz in Europe Award. 2003 wurde er mit dem Special MIDEM Award: Discovery of the Year ausgezeichnet. Ebenso 2003 erhielt er den BBC Jazz Award: Best International Artist of the Year, den The Jazz Cat Award der Schwedischen Jazz-Organisation und den Französischen Grammy als Best International Artist – Victoire du Jazz. Ein Jahr später folgte der Swedish Music Export Prize. Er ist Träger des „Hans Koller European Jazz Prize 2004“. 2007 erhielt er den Django d’Or (Schweden) als Contemporary Star of Jazz.

Sieben seiner Alben als Pianist des Esbjörn Svensson Trio erhielten in Deutschland Gold- und weitere drei sogar Platin-Auszeichnungen.

„Wir sind eine Pop-Band, die Jazz spielt.“

„Die Energie ist wohl das wichtigste in [der] Musik. Ohne Energie ist alles nichts.“

„Wir sind keine 20jährigen mehr, die denken, sie seien die besten Musiker der Welt. Wir haben Familien und Kinder, die uns immer wieder runter holen. Wenn wir nach Hause kommen

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, spielen wir mit ihnen Lego und bringen sie zur Schule. Wir sind nur normale Typen, die ziemlich viel Spaß und Leidenschaft bei dem empfinden, was sie tun.“

„I am following the path of my heart, this is the music we have to play, this is the music we love to play, the only music we want to play.“

„His [Svensson’s] solos were minor masterpieces of melodic development, stories within stories that often exploited the drama of the rising line. At concerts the power and intensity of his playing would hold audiences spellbound […]. But whatever praise and awards were heaped on him, […], his feet always remained firmly on the floor […].“

„[Their music] didn’t sound to me like people imitating 1957 Miles Davis records, it sounded to me like the world feels right now, those qualities are the qualities that for me will make jazz survive and they are increasingly rare […].“

„This group has become one sound, one genius mutant human being with six hands, three brains and one musical sensibility.“

„The single most important artist to emerge in jazz in the last ten years.“

Wilhelm Caspari (Onkologe)

Wilhelm Caspari (* 4. Februar 1872 in Berlin; † 21. Januar 1944 im Getto Litzmannstadt (poln. Łódź)) war ein deutscher Krebsforscher, der Opfer des Holocausts wurde.

Caspari entstammte einer Kaufmannsfamilie, sein Vater war protestantisch, die Mutter mosaischen Glaubens. Er selbst war ursprünglich mosaischer Konfession und ließ sich 1899 evangelisch taufen. Caspari erlangte 1890 die Reife am Königlichen Wilhelms-Gymnasium in Berlin. Er studierte Medizin an den Universitäten Freiburg und Berlin, absolvierte 1895 das ärztliche Staatsexamen und wurde im selben Jahr in Berlin mit der Dissertation „Über chronische Oxalsäure-Vergiftung“ zum Dr. med. promoviert. 1902 habilitierte er sich an der Königlich Landwirtschaftlichen Hochschule Berlin und war zunächst Assistent bei Nathan Zuntz am Tierphysiologischen Institut der Landwirtschaftlichen Hochschule Berlin. 1902 wurde er Privatdozent, erhielt 1906 einen Lehrauftrag für Ernährungsphysiologie und schließlich 1908 den Titel Professor. 1909 wurde er an der Landwirtschaftlichen Hochschule Berlin zum Abteilungsvorsteher ernannt. Von 1914 bis 1918 leistete er während des Ersten Weltkrieges Kriegsdienst und wurde danach Mitglied des Instituts für experimentelle Therapie in Frankfurt am Main und leitete dort seit 1920 die Abteilung für Krebsforschung.

Im November 1935 wurden alle jüdischen Mitarbeiter entlassen, darunter auch Wilhelm Caspari. Während seine vier Kinder (drei Söhne, darunter der Zoologe Ernst Wolfgang Caspari, und eine Tochter) ins Ausland flüchten konnten, blieb Caspari mit seiner Frau Gertrud, geborene Gerschel (geb. 1884 in Berlin; gest

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. 1942 im Vernichtungslager Kulmhof/Chelmno; Eheschließung 1907) in Frankfurt. Beide wurden zusammen 1941 ins Getto Litzmannstadt deportiert. Caspari gehörte zu einer gesuchten Berufsgruppe im Getto und wurde entsprechend eingesetzt

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. Am 21. Januar 1944 kam Wilhelm Caspari im Getto Litzmannstadt zu Tode.

Wilhelm Caspari war einer der bekanntesten deutschen Krebsforscher. Er hinterließ ein umfangreiches Werk auf dem Gebiet der Krebsforschung mit den Schwerpunkten Chemotherapie, Ernährungsphysiologie, Strahlenwirkung und Immunitätsverhältnisse.

An Wilhelm Caspari erinnert ein Stolperstein vor dem Georg-Speyer-Haus in Frankfurt am Main.

Anlässlich des 100. Geburtstags der Goethe-Universität ist am 17

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. Oktober 2014 ein weiterer Stolperstein für ihn in der Bockenheimer Landstraße 99 verlegt worden.

Carnivàle

Carnivàle [kɑɹ.nɪ’væl] ist eine von 2003 bis 2005 für den Bezahlsender HBO produzierte US-amerikanische Fernsehserie. Namensgeber der Serie ist der Carnival, eine Art vagabundierender Jahrmarkt, der im Amerika des 19. Jahrhunderts von reisenden Schaustellern, die von Ort zu Ort zogen, betrieben wurde. In der übergreifenden Handlung, die während der Weltwirtschaftskrise in den 1930er Jahren spielt, geht es um den Kampf zwischen dem Guten und dem Bösen, aber auch um Themen wie freien Willen und Schicksal. Die Serie vermischt christliche Theologie und Gnostizismus mit mythischen und magischen Elementen wie Tarotwahrsagung, Telepathie und Freimaurereiüberlieferungen, insbesondere im Zusammenhang mit dem Templerorden.

Carnivàle wurde von HBO produziert und lief zwei Staffeln lang vom 14. September 2003 bis zum 27. März 2005 in den Vereinigten Staaten. Die Serie wurde von Daniel Knauf kreiert, der auch neben Ronald D. Moore und Howard Klein als Executive Producer diente. Die Musik wurde von Jeff Beal komponiert. Hauptdarsteller waren Nick Stahl und Clancy Brown als Ben Hawkins und Brother Justin Crowe. Gefilmt wurde in Santa Clarita und Südkalifornien.

Die erste Episode der Serie erreichte zu der Zeit die höchste Einschaltquote für eine HBO-Serie, konnte aber während der zweiten Staffel diese nicht halten. Nach 24 Folgen wurde Carnivàle abgesetzt. Die Serie gewann 2004 fünf Emmy Awards und war von 2004 bis 2006 für weitere 10 nominiert.

Zur Zeit der Weltwirtschaftskrise (Great Depression) in den 1930er Jahren im Dust Bowl des US-amerikanischen Mittelwestens angesiedelt, erzählt Carnivàle die Geschichte des ewigen Konflikts zwischen dem Guten und dem Bösen.

In jede Generation wird laut Mythologie der Serie eine Kreatur des Lichts und eine der Dunkelheit geboren. In Carnivàle handelt es sich dabei um den jungen Ben Hawkins (Nick Stahl), der bei einem reisenden Carnival arbeitet und für das Gute steht. Die böse Kreatur wird durch den Methodistenprediger Brother Justin Crowe (Clancy Brown) verkörpert. Beide haben Visionen von zukünftigen Ereignissen. Hawkins kann zudem durch übernatürliche Fähigkeiten Menschen heilen, sogar vom Tod wiederauferstehen lassen, während Crowe sie dazu bringen kann, seinem Willen zu folgen. In Kalifornien sendet Crowe seine Predigten über Radio aus und erhält so immer mehr Einfluss, während der Wanderzirkus sich langsam von Oklahoma dorthin begibt. Die zwei Hauptfiguren begegnen sich erst zum Ende der Serie persönlich. Ihre Handlungsstränge laufen vorher getrennt voneinander ab.

Fast jede Folge hat eine unterschiedliche Geschichte mit einem anderen Ort, an dem der Carnival gerade gastiert, jedoch ist die übergreifende Geschichte vom „Guten gegen das Böse“, die zum Ende der zweiten Staffel ihren Höhepunkt nimmt, in jeder Folge präsent. Viele Handlungsstränge werden über einige Zeit nicht beantwortet oder im Unklaren gelassen, so etwa die genealogische Verbindung zwischen den Hauptcharakteren und die Handlung rund um den Templerorden. Selbst die Gut- oder Boshaftigkeit der Charaktere bleibt in der ersten Staffel zum Teil unklar.

Daniel Knauf beruhigte Kritiker, dass Carnivàle von Anfang an eine anspruchsvolle Serie mit viel Subtext werden sollte. Die Autoren hatten vor jeder Staffel die grundlegenden Handlungsbögen geschaffen, gaben den Charakteren aber die Möglichkeit, ihr Schicksal noch zu ändern.

Die Handlung von Carnivàle findet in den 1930ern im Dust Bowl statt und dreht sich um die langsame Zusammenführung eines reisenden Carnivals und eines kalifornischen Priesters. Von 17 Darstellern gehörten während der ersten Staffel 15 zum Carnival. In der der zweiten Staffel gab es 13 Hauptdarsteller und mehrere wiederkehrende Rollen. Obwohl die große Besetzung das Produzieren teurer machte, profitierten die Autoren von der Flexibilität der Handlung. Die Hintergründe der meisten Charakteren wurden vor dem Dreh von Carnivàle vollständig entwickelt, waren aber nicht Teil der „sichtbaren“ Struktur der Serie. Sie wurden im „Pich Document“ nachträglich veröffentlicht.

Der erste Handlungsstrang in der ersten Staffel ist der von Ben Hawkins, gespielt von Nick Stahl, einem jungen Okie, der sich dem Carnival anschließt. Michael J. Anderson, bekannt vor allem durch die Filme David Lynchs, spielt Samson, den zwergwüchsigen Manager des Carnivals. Clayton „Jonesy“ Jones, der verkrüppelte Co-Manager, wird von Tim DeKay verkörpert. Patrick Bauchau spielt den blinden Gedankenleser Lodz, während Debra Christofferson seine Geliebte Lila „die bärtige Dame“ ist. Diane Salinger stellt die katatonische Wahrsagerin Apollonia dar, Clea DuVall ihre Tarotkarten legende Tochter Sofie. Die Schlangenbeschwörerin Ruthie wird von Adrienne Barbeau gespielt. Ihr Sohn ist Gabriel, gespielt von Brian Turk. John Fleck spielt Gecko, „den Eidechsenmann“. Karyne und Sarah Steben sind die siamesische Zwillinge Alexandria und Caladonia. Die Dreifuss-Familie wird von Toby Huss und Cynthia Ettinger als Felix „Stumpy“ und Rita Sue dargestellt; Carla Gallo spielt die Tochter Libby. Amanda Aday spielt Dora Mae Dreifuss in einer Nebenrolle. John Savage verkörpert den mysteriösen Henry Scudder in mehreren Folgen, während Linda Hunt ihre Stimme dem ebenso mysteriösen Management leiht.

Der zweite Handlungsstrang wird angeführt von Clancy Brown, der den methodistischen Priester Brother Justin Crowe spielt. Seine Schwester Iris wird von Amy Madigan dargestellt. Robert Knepper spielt ab Mitte der ersten Staffel den erfolgreichen Radiomoderator Tommy Dolan und Ralph Waite Reverend Norman Balthus, Brother Justins Mentor.

Während der ersten Staffel gab es einige, schon im Vorfeld geplante, Änderungen. John Fleck, Karyne Steben und ihre Schwester Sarah hatten ihren letzten Auftritt im ersten Staffelfinale, während Patrick Bauchaus und Diane Salingers Rolle nur noch zur Nebenrollen wurden. Ralph Waite hingegen wurde zum Hauptdarsteller. Mehrere Nebenrollen wurden eingefügt, vor allem John Carroll Lynch als den flüchtigen Verbrecher Varlyn Stroud und Bree Walker als Sabina „die Skorpionenfrau“.

Daniel Knauf schrieb das erste Skript zwischen 1990 und 1992, als er mit seinem Job als Krankenversicherungsmakler unglücklich war und hoffte, ein Drehbuchautor zu werden. Er hatte sich schon immer für Carnivals interessiert und erkannt, dass dieses Thema bislang noch nicht dramatisiert worden war. Die darauffolgende Geschichte und die Behandlung von „Freaks“ wurde stark von seiner Kindheit geprägt, in der er mit seinem körperlich behinderten Vater zusammen lebte.

Knauf nannte den beabsichtigten Spielfilm wegen seines Handlungsrahmens „Carnivàle“, änderte aber die Schreibweise etwas, damit er etwas außergewöhnlicher aussieht. Er hatte schon früh die gesamte Handlung sehr genau geplant, bis hin zur letzten Szene. Aber er hatte nicht erwartet, dass das daraus resultierende Skript mit 180 Seiten doppelt so lang war wie ein normales Skript für einen Film. Trotzdem hatte er immer noch das Gefühl, dass es zu kurz war, um der Geschichte gerecht zu werden. Er gab die Idee erst einmal auf und sah es als lernende Erfahrung. In der Zwischenzeit wurden alle Werke Knaufs von großen Hollywood-Studios abgelehnt, oft aus dem Grund, dass sie „zu verrückt“ seien.

Mitte der 1990er traf Knauf einige Schreiber der Writers Guild of America, die ihm dazu rieten, die Geschichte von Carnivàle für eine Fernsehserie zu überarbeiten. Knauf änderte in der Tat den ersten Akt des Skripts in eine Pilotepisode. Wegen des Fehlens von Kontakten ins Fernsehgeschäft musste er die Geschichte abermals einstellen und in seinem bisherigen Beruf weiter arbeiten. Einige Jahre später, nachdem er erkannt hatte, dass seine alte Karriere nicht mehr funktionierte, gab er seinen Drehbuchautorfähigkeiten eine letzte Chance und bot die Pilotepisode von Carnivàle auf seiner Website an. Das Skript wurde anschließend zu Howard Klein über Scott Winant, einem gegenseitigen Freund der zwei Männer, geschickt. Nach mehreren Treffen und Gesprächen war Klein zuversichtlich, dass Carnivàle eine gute Fernsehserie werden würde, die viele Jahre bestehen könnte. Klein machte Chris Albrecht und Carolyn Strauss von HBO darauf aufmerksam, die sofort interessiert waren. Aber das Network erachtete Knauf als zu unerfahren im Fernsehgeschäft, um ihm die gesamte Kontrolle über das Budget zu geben, und ernannten Ronald D. Moore zum Showrunner. Nach der ersten Staffel ersetzte Knauf Moore in dieser Position, da dieser wieder bei Battlestar Galactica eingestellt wurde. Die Pilotfolge, die in 21 Tagen gedreht wurde, diente als Grundlage für weitere Handlungsstränge. Wegen vielen Diskussionen zwischen Autoren und HBO wurde die zweite Episode erst 14 Monate später gedreht. Zusätzliches Material wurde hauptsächlich für Brother Justin geschrieben, der ursprünglich nur ein Prediger und ein immer wiederkehrender, anstatt regelmäßiger Charakter, war. Aber Knauf und die Produzenten erkannten, nachdem sie den vorläufigen Piloten gesehen hatten, dass er keinen Platz hatte in der Serie „zu wachsen“. Also wurde entschieden, dass Brother Justin zu einem gewöhnlichen methodistischen Priester in einer Kleinstadt zu machen und setzten ihn dafür ungefähr ein oder zwei Jahre in seiner Karriere zurück. Die Rolle von Brother Justin eröffnete neue Möglichkeiten und seine Schwester Iris wurde als Charakter erschaffen. Nur wenig wurde auf Ben Hawkins Seite geändert, bis auf die Einführung der „Cootch“-(Striptease) Dreifuss-Familie. Ein Carnivàle-Berater hatte die Produzenten begeistert, indem er Aufmerksamkeit auf seine Nachforschungen über Familien, die mit „Cootch-Shows“ in den 1930ern ihr Geld verdienten, lenkte.

Der Castingansatz für Carnivàle war, die beste verfügbare Besetzung zu finden die möglichst „echt“ wirken sollte, im Gegensatz zu den „Freaks“. Die beiden Castingdirektoren John Papsodera und Wendy O’Brien hatten bereits von vorherigen Projekten Erfahrung mit dem Casten von außergewöhnlichen Menschen. Die Produzenten suchten Schauspieler, die man nicht gleich mit anderen Filmen oder Serien in Verbindung bringen würde. Eine Ausnahme hierbei war Adrienne Barbeau in der Rolle der Ruthie.

Das Skript für die Pilotepisode war die Grundlage für das Castingverfahren, das wenig von der späteren Handlung offenbarte. Das führte zu einigen kleinen Meinungsverschiedenheiten zwischen den Erfindern der Serie und den Produzenten, besonders in Hinblick auf die Rollen von Ben, Brother Justin und Sofie. Ben sollte immer der Hauptcharakter und Held der Serie werden, doch wurde gewünscht, dass er ebenso jung, unschuldig und ein Anti-Held ist. Nick Stahl hatte den stärksten Konsens zwischen den Produzenten. Die Rolle der Sofie war Anfangs mehr eine exotische Zigeunerin, doch Clea DuVall, genau wie Stahl eine Filmschauspielerin, bekam die Rolle nach vier Vorsprechen. Tim DeKay wurde als Jonesy gecastet, weil die Produzenten der Meinung waren, dass er sehr wie ein amerikanischer Baseballspieler der damaligen Zeit aussehe. Der einzige Schauspieler, der keine Konkurrenz hatte, war Michael J. Anderson, den Daniel Knauf von Anfang an in der Rolle von Samson haben wollte.

Die Carnivàle-Geschichte bestand ursprünglich aus drei „Büchern“, jedem sollten zwei Staffeln gewidmet werden. Dieser Plan musste jedoch geändert werden, als HBO die Serie nach nur zwei Staffeln einstellte. Jede Staffel besteht aus zwölf Episoden. Die Ausstrahlung auf HBO kam Carnivàle in vielen Weisen zugute. Weil HBO keine Werbung hat, hatte Carnivàle die künstlerische Freiheit, die Episodenlänge zu verändern. Obwohl die durchschnittliche Länge 54 Minuten beträgt, sind zum Beispiel die Folgen Insomnia und Old Cherry Blossom Road (Das alte Weib) 46 und 59 Minuten lang. HBO plante pro Episode ein Budget von zirka vier Millionen US-Dollar ein, erheblich mehr als die meisten Fernsehserien erhalten. Dieses hohe Budget erlaubte es, relativ viele Schauspieler unter Vertrag zu nehmen, das Drehen an verschiedenen Orten sowie Handlungstiefe und Atmosphäre.

Carnivàles 1930er Dust-Bowl-Szenerie forderte genaue Forschungen und das Verlassen auf historische Berater. Der finanzielle Rückhalt war das finanzstarke HBO. Das Ergebnis daraus waren positive Kritiken wie: „makellos“, „spektakulär“ und „bildgewaltig“. 2004 gewann Carnivàle vier Emmys für Ausstattung, Kameraführung, Kostüme und Frisuren.

Um ein Gefühl der trockenen und staubigen Umgebung des Dust Bowls zu erzeugen, wurden Rauch und Schmutz ständig durch Rohre auf das Set geblasen. Während der ersten Staffel wurden schätzungsweise 5.000 Menschen eingekleidet. Das Kreativteam hörte die Musik der 1930er, las alte Hollywood-Magazine, um den historischen Sound richtig herüberzubringen, ebenso wie die damalige Sprache und Umgangssprache. Der Kunstabteilung stand eine umfangreiche Auswahl an alten Katalogen, unter ihnen ein original Sears-Katalog von 1934, zur Verfügung. Dazu wurden osteuropäische und asiatische Hintergründe für einige Charaktere integriert. Neben den übernatürlichen Elementen erachten historische Berater Carnivàles historische Genauigkeit, in Hinsicht auf das Leben der Charaktere, ihrer Kleidung, ihres Essens, ihrer Unterkünfte, ihrer Autos und der ganzen materiellen Kultur, als ausgezeichnet.

Größtenteils wurde in den Santa Clarita Studios, Kalifornien gefilmt. Die Außenszenen wurden in vielen Teilen Südkaliforniens aufgenommen. Die Szenen in der erfundenen, kalifornischen Stadt Mintern, in der die Geschichte über Brother Justin und Iris während der ersten Staffel spielt, wurde auf der Paramount Movie Ranch, Malibu gedreht. Der Carnival selbst wurde durch verschiedene Gegenden Südkaliforniens bewegt. Die letzte Station des Carnivals in der zweiten Staffel war auf der Big Sky Ranch, die auch für Brother Justins „New Canaan“ genutzt wurde.

Das Intro von Carnivàle wurde von der Visual Effects- und Designfirma „A52“ aus Los Angeles entworfen, mit Musik von Wendy Melvoin und Lisa Coleman. Im Jahr 2004 gewann dieses Intro einen Emmy in der Kategorie „Outstanding Main Title Design“.

Das Produktionsteam hatte beabsichtigt „ein Intro zu schaffen, das den Zuschauern die 1930er vermittelt, aber es auch erlaubt, den Menschen, über alle Zeit, die starke Gegenwart von Gutem und Bösem zu spüren.“ Das Team zeigte den Produzenten der Serie Anfang 2003 ihren Entwurf, die diesen begeistert annahmen.

Das Intro beinhaltet Teile von bekannten Kunstwerken. Jedes Bild ist bis zu 300 MB groß. Diese wurden dann noch einmal digital überarbeitet. Im letzten Schritt wurden alte Videoaufnahmen neu aufbereitet und eingefügt. Insgesamt dauerte die Arbeit an dem Intro über ein Jahr.

Das Intro beginnt mit Tarotkarten, die in den Sand fallen, während die Kamera in eine Karte hineinzoomt und diese durchschreitet in eine abgeschnittene Welt, in der Szenen der amerikanischen Weltwirtschaftskrise zu sehen sind. Die Kamera zoomt wieder aus einer anderen Tarotkarte heraus und wiederholt diesen Vorgang mehrere Male. Am Ende schwenkt die Kamera über die Gerechtigkeitskarte zu der Mondkarte und der Sonnenkarte, die den Teufel und Gott darstellen, bis der Wind die Karten und den darunterliegenden Sand wegweht und das Carnivàle-Logo freilegt.

Die Musik von Carnivàle wurde von Jeff Beal komponiert. Außerdem werden einige bekannte Lieder der damaligen Zeit gespielt. Die Titelmelodie wurde von Wendy Melvoin und Lisa Coleman geschrieben und wurde zusammen mit ausgewählten Stücken von Jeff Beal am 7. Dezember 2004 in einem Soundtrack veröffentlicht.

Jeff Beals Score ist hauptsächlich orchestral, beinhaltet aber auch Bluegrass sowie atmosphärische und rhythmische Sounds. Unter anderem spielen Gitarren, Klaviere, Violinen, Violoncelli und Trompeten. Aber auch Banjos, Mundharmonikas, Ukulelen und Duduks kommen vor.

Weil HBO keine Werbepausen sendet, kann die Musik filmähnlich umgesetzt werden

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, mit charakterspezifischen Leitmotiven seit der ersten Episode. Die einzelnen Charaktere werden nach ihrem ethnischen Hintergrund verschieden musikalisch untermalt. Einige Charaktere die in späteren Folgen eine Verbindung miteinander herstellen, haben absichtlich ähnliche Musik. Unterschiedliche Musik wird genutzt, um die verschiedenen Welten darzustellen. Brother Justins Musik ist orchestral mit religiösen Instrumenten. Auf der anderen Seite ist die Musik vom Carnival mehr mystisch, besonders während der Fahrten zwischen den einzelnen Städten. Während der Cootch-Show auf dem Carnival oder in Städten werden hauptsächlich alte Pop-, Blues- und Folksongs gespielt. Eines der prägnantesten Lieder ist Love Me or Leave Me von Ruth Etting, das in einigen Episoden gespielt wird.

HBO führt normalerweise die meisten seiner Sendungen bis zum Ende, aber hohe Kosten und anhaltend schwache Zuschauerzahlen machten das im Falle von Carnivàle sehr unwahrscheinlich. HBO unterzeichnet immer nur Einjahresverträge, eine dritte Staffel hätte aber ein neues Buch, das auf zwei Staffeln angelegt war, in Daniel Knaufs Sechsjahresplan, bedeutet. In ihm wären neue Handlungsstränge für neue und alte Charaktere, sowie ein Vertiefung der Mythologie beinhaltet gewesen. Die meisten Fans gingen davon aus, dass die Serie fortgesetzt wird, allerdings erschien Anfang Mai 2005 im Internet eine inoffizielle Aussage, dass Carnivàle abgesetzt wurde. Am 11. Mai 2005 wurde das offiziell bestätigt. HBOs Präsident Chris Albrecht gab an, wenn die Produzenten einer Senkung des Budgets pro Episode auf 2 Millionen US-Dollar zugestimmt hätten, wäre es nicht dazu gekommen. Aber die laufenden Kosten für die Darsteller, die Außendrehorte und die Anzahl der Folgen pro Staffel machten das unmöglich.

Wegen der Absetzung bleiben viele Handlungsstränge offen. Das brachte viele aufgebrachte Zuschauer dazu, Petitionen zu starten, um die Absetzung doch noch zu verhindern. Hinzu kamen mehr als 50.000 E-Mails, die an HBO geschickt wurden. Daniel Knauf war nicht überzeugt von dem Erfolg solcher Maßnahmen, erklärte aber, dass Alternativen wie zum Beispiel ein Verkauf an einen anderen Sender wegen der Rechtslage nicht möglich sei. Zur selben Zeit hoffte Knauf aber, dass HBO, wegen der großen Fanunterstützung, eine Fortsetzung dennoch in Betracht nehme. Mit einem dreistündigen Film wollte er sich jedoch wegen der Handlung nicht zufriedengeben. Auch wollte Knauf nicht die übriggebliebene Handlung den Fans verraten, da seine Arbeit eine Zusammenarbeit von Autoren, Produzenten und Schauspielern ist. Trotzdem verrieten Knauf und die Produzenten ein paar Details über das unmittelbare Schicksal der Hauptcharaktere nach der zweiten Staffel. Außerdem gab Knauf einige Informationen über die erfundenen Gesetze der Natur in Carnivàle preis, die während der ersten beiden Staffeln nicht genug erklärt werden konnten. Im Juni 2007 wurde eine umfassende Studie der Charaktere veröffentlicht und später eine Zusammenfassung der ersten Staffel von Knauf in einer wohltätigen Auktion versteigert. Dieses Dokument wurde zwischen 2002 und 2003 geschrieben und sollte den Autoren und Produzenten einen Einblick in die beabsichtigte Handlung geben, sowie viele offene Fragen und Mysterien beantworten.

Im Februar 2006 erschien auf mediavillage.com ein Artikel, in dem von einer möglichen Miniserie oder einem Fernsehfilm im Jahr 2007 die Rede war, der die Handlung beenden soll, mit einer Möglichkeit, eine weitere Staffel 2008 zu senden. HBO hat dazu nicht Stellung genommen.

HBO zufolge wurde genau so viel Geld für das Marketing von Carnivàle ausgegeben wie für jede andere seiner Serien. Wegen der Eigenwilligkeit und Komplexität der Serie musste sie allerdings vom traditionellen Werben etwas herausstechen. Kurze Trailer wurden per CD-ROM der Entertainment Weekly beigelegt, um die Aufmerksamkeit auf die Qualität zu lenken. 30-sekündige Werbespots wurden vier Wochen, anstatt sonst üblich sieben Tage, vor dem Start ausgestrahlt. Der historische Kontext wurde absichtlich hervorgehoben durch Werbeposter, auf dem 17 Darsteller um einen alten Carnival-Truck stehen. Das Bild wurde untertitelt mit dem Slogan: „Into each generation is born a creature of light and a creature of darkness“ (deutsch: „In jede Generation wird eine Kreatur des Lichtes und eine Kreatur der Dunkelheit geboren“). Diese Anstrengungen wurden unterstützt von positiven Kritiken. Um der ersten Folge die bestmöglichen Einschaltquoten zu sichern, wurde sie direkt nach dem Finale der erfolgreichen Serie Sex and the City gesetzt. Zudem wurde während der gesamten Laufzeit online geworben.

Ein persönliches und interaktives Tarotkartespiel wurde extra für die offizielle Website von Carnivàle programmiert. HBO arbeitete mit Real Networks zusammen an FATE: The Carnivàle Game, einem herunterladbaren Tarotspiel. Der kanadische Sender Movie Network veröffentlichte ein interaktives Ouija-Onlinespiel.

Carnivàle: The Complete First Season erschien am 7. Dezember 2004 als Widescreen, sechs DVD große, Region 1, DVD-Box in den Vereinigten Staaten, einem Monat vor dem Beginn der zweiten Staffel. Vertrieben wurde sie von „HBO Home Video“ und beinhaltete drei Audiokommentare und ein Making-of. Die äußere Hülle ist aus fester Pappe, um das Aussehen eines gebundenen Buches nachzuahmen. Dieselbe Box, nur etwas weniger aufwändig, wurde am 7. März 2005 und am 11. Mai 2005 in der Region 2 und 4 veröffentlicht.

Carnivàle: The Complete Second Season erschien als Widescreen, sechs DVD große, Region 1, DVD-Box am 18. Juli 2006, in der Region 2 am 7. August 2006 und in der Region 4 am 4. Oktober 2006. Alle Veröffentlichungen erschienen bei „HBO Home Video“ und beinhalteten drei Audiokommentare, Interviews mit Darstellern und Produzenten, ein Making-of über Carnivàls Mythologie und vier „Creating the Scene“ Ausschnitte. Die Verpackung ist ähnlich der der ersten Staffel.

HBO strahlte Carnivàle sonntags um 21:00 Uhr aus. Bei der Pilotepisode Milfay (Welt aus Staub) am 14. September 2003 schalteten 5,3 Millionen Zuschauer ein. Durch das starke Lead-In Sex and the City war es bis dahin das stärkste Debüt einer HBO-Serie. Dieser Rekord wurde am 21. März 2004 mit 5,8 Millionen Zuschauern von Deadwood gebrochen.

Zur zweiten Folge schalteten nur noch zirka 3,49 Millionen Zuschauer ein, doch diese Zahl hielt sich noch konstant über die Staffel. Das Finale der ersten Staffel sahen am 30. November 2003 3,50 Millionen Menschen. Im Schnitt sahen 3,54 Millionen Zuschauer die erste Staffel.

Zur ersten Folge der zweiten Staffel, am 9. Januar 2005, schalteten nur noch 1,81 Millionen Menschen ein. Während der gesamten Staffel konnten die Zuschauerzahlen nicht an die der ersten Staffel reichen. Eine durchschnittliche Zuschauerzahl von 1,70 Millionen reichte nicht für eine Fortsetzung aus.

Frühe Kritiken lobten Carnivàle für seine einzigartigen Charaktere und Handlung, sagten aber voraus, dass es wegen dieser Einzigartigkeit wenig erfolgreich sein werde.‘ Daily Variety Autor Joseph Adalian sagte voraus, dass Carnivàle überwiegend gute Kritiken bekommt, aber einige werden von der „Unheimlichkeit“ der Serie abgeschreckt. Phil Gallo von dem Variety Magazin beschrieb Carnivàle als „absolute bildgewaltig mit fesselnden ‚Freak Show‘ Charakteren aber mit einer zu langsam vorangehenden Handlung“, während James Poniewozik vom Time-Magazin die ersten drei Episoden als „frustrierend“, aber auch „spektakulär“ empfand. Amanda Murray von der BBC sagte: „Mit so wenig Enthüllten ist es fast unmöglich ein Urteil zu bilden. Es ist schwer zu sagen ob es nur gut ist oder sogar großartig wird.“ Spätere DVD-Kritiken konnten auf Basis von kompletten Staffeln gemacht werden. Während die Schauspieler, Bühnenbild, Kostüme, Ausstattung und Kameraführung weiter hoch gelobten wurden, missbilligten einige Kritiker, vor allem in der ersten Staffel, die Handlung. Andere Kritiker betonten, dass Carnivàle vielleicht „zu viel vom Zuschauer fordert, als die zu investieren bereit sind. […] Wenn man die Handlung nicht genau verfolgt ist es leicht die Serie verwirrend zu finden.“ Matt Casamassina von IGN lobte die Serie in zwei Kritiken und schrieb, dass die „großartig unwirkliche“ erste Staffel „verwirrend mit unvorhersehbaren „Story Twists“ erschreckend“ ist. Die „außergewöhnliche“ zweite Staffel hat „bessere Fantasie und bessere Unterhaltung als jede andere Serie die sich Konkurrent von Carnivàle nennt“.

Viele Kritiken zogen Parallelen zwischen Carnivàle und David Lynchs Mysterieserie „Twin Peaks“. Knauf leugnete das nicht und zog selber Verbindungen zu John Steinbecks Buch Früchte des Zorns. Als Lost immer mehr Aufmerksamkeit erfuhr

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, wurden auch diese beiden Serien miteinander verglichen.

Wie andere Kultfernsehserien hat auch Carnivàle eine große Anhängerschaft von treuen Fans. Sie selbst bezeichnen sich als „Carnies“ oder „Rousties“, beides Begriffe aus der Serie. Carnivàles Komplexität und Mythologie hatte zur Folge, dass viele Fanseiten eröffnet wurden und in Internetforen darüber diskutiert wurde. Daniel Knauf selber schrieb in verschiedenen Foren und gab Handlungshinweise preis. Auch veröffentlichte er vor der offiziellen Bestätigung die Gründe, die zur Absetzung von Carnivàle führten.

Ein Jahr nach dem Ende von Carnivàle fand ein großes Treffen namens „CarnyCon 2006 Live!“ in Woodland Hills, Kalifornien vom 21. bis 23. August 2006 statt, organisiert durch Fans. Viele Darsteller und Crewmitglieder waren dort und standen Rede und Antwort. Einige Zeit später erschien davon eine DVD.

Trotz der kurzen Laufzeit von zwei Staffeln erhielt Carnivàle dennoch einige Preise und Nominierungen. Die erste Staffel war für sieben Emmy Awards 2004 nominiert und gewann davon fünf: „Outstanding Art Direction for a Single-camera Series“ und „Outstanding Costumes for a Series“ für die Pilotfolge Milfay (Welt aus Staub), „Outstanding Cinematography for a Single-Camera Series“ für die Episode Pick a Number (Justiz der Zahlen), „Outstanding Hairstyling for a Series“ für die Folge After the Ball Is Over (Richtung Süden) und „Outstanding Main Title Design“. 2005 erhielt die zweite Staffel acht Nominationen, konnte aber in keiner Kategorie gewinnen.

HBO-Präsident Chris Albrecht gab an, dass Carnivàle „nicht gut für die Vermarktung in das Ausland sei“, ging aber nicht näher ins Detail. Kritiken zufolge lag das an der Komplexität und Mystik der Serie, die für die meisten Zuschauer eher abschreckend sind. Trotzdem wurde Carnivàle in mehrere Länder verkauft, unter anderem Frankreich, Italien und die Niederlande. In Deutschland zeigte der Pay-TV-Sender FOX Channel die komplette Serie vom 6. Januar bis zum 16. Juni 2009.

Am 9. Juni 2005 wurde beim United States District Court eine Klage vom Autor Jeff Bergquist gegen Carnivàle eingereicht. Seiner Meinung nach wurden die meisten Ideen der Serie aus seinem Buch „Beulah“ geklaut, an dem er seit den 1980ern arbeitete. HBO und Knauf stritten alle Vorwürfe ab. Der Fall wurde am 17. Februar 2006 zurückgewiesen.

Andreas Wellinger

Andreas Wellinger 2015

Andreas Wellinger (* 28. August 1995 in Ruhpolding) ist ein deutscher Skispringer, der für den SC Ruhpolding startet. Bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi wurde er im Mannschaftswettbewerb Olympiasieger.

Wellinger war von 2002 bis 2010 nordischer Kombinierer und ist seit Februar 2011 Skispringer. 2009 wurde er in der Gesamtwertung des Schülercups Zweiter. Bei den OPA-Spielen 2010 wurde er Dritter in der Nordischen Kombination. Im März 2010 kam er auf den zweiten Platz im Schülercup. Im September 2011 belegte er den dritten und zweiten Rang im Deutschlandpokal. Einen Monat später siegte er im Alpencup, wurde im Dezember Fünfter und siegte im selben Monat im Deutschlandpokal. Bei den Deutschen Meisterschaften 2011 der Junioren in Hinterzarten sprang er auf den fünften Platz und wurde mit dem Team Neunter. Bei den Olympischen Jugend-Winterspielen 2012 gewann er mit dem Mix-(Sprung/Kombinations)-Team die Goldmedaille. Im Einzelwettbewerb wurde er dort Vierter. Im Sommer 2012 erreichte er im Skisprung-Continental-Cup 2012/13 je einen ersten, zweiten und dritten Platz. Bei den Deutschen Meisterschaften 2012 in Klingenthal belegte er den fünften Platz und wurde deutscher Meister mit der Mannschaft.

Seit dem Beginn der Saison 2012/13 startet Wellinger im Weltcup. Bereits bei seinem ersten Weltcupspringen am 24. November 2012 wurde er Fünfter, nachdem er nach dem ersten Durchgang sogar geführt hatte. Bereits knapp eine Woche später feierte er mit der deutschen Mannschaft beim Springen auf der Rukatunturi-Schanze in Kuusamo im Mannschaftswettbewerb seinen ersten Weltcupsieg. Mit der höchsten Punktzahl aller Springer hatte er großen Anteil daran. Am 9. Dezember 2012 belegte er mit einem dritten Platz auf der Normalschanze des Skisprungkomplexes RusSki Gorki bei Sotschi zum ersten Mal einen Weltcup-Podestplatz in einem Einzelwettkampf. Eine Woche danach, am 16. Dezember 2012, erreichte er mit einem zweiten Platz auf der Gross-Titlis-Schanze in Engelberg sein bisher bestes Einzelergebnis im Weltcup, das er in der folgenden Saison in der Vogtland Arena in Klingenthal wiederholte.

Bei den Juniorenweltmeisterschaften 2013 im tschechischen Liberec gewann er mit der deutschen Mannschaft die Bronzemedaille im Mannschaftswettbewerb. Im Einzel belegte er den fünften Rang.

Am 3. August 2013 konnte Wellinger im polnischen Wisła im Rahmen des Sommer-Grand-Prix seinen ersten Einzelsieg auf der höchsten Wettkampf-Ebene feiern. Zwei Wochen später folgte in Courchevel der nächste Sieg. Mit dem Gewinn des Springens in Klingenthal am 3. Oktober verdrängte er Jernej Damjan von Platz eins und gewann damit als dritter deutscher Skispringer nach Sven Hannawald (1999) und Andreas Wank (2012) die Gesamtwertung des Sommer-Grand-Prix.

Seinen ersten Weltcup-Sieg feierte er am 16. Januar 2014 ebenfalls auf der Schanze in Wisła. Bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi erreichte er auf der Normalschanze den sechsten Platz. Am 17. Februar 2014 wurde Wellinger zusammen mit Andreas Wank, Marinus Kraus und Severin Freund Olympiasieger im Mannschaftsspringen. In die Saison 2014/15 startete er gut. In Klingenthal gewann er zusammen mit Markus Eisenbichler, Richard Freitag und Severin Freund den Teamwettbewerb. Im Einzelspringen wurde er Dritter. In Kuusamo stürzte er und zog sich schwere Prellungen zu. Direkt nach dem Absprung hatte er die Kontrolle verloren und fiel auf den Vorbau der Schanze.

Seit 2015 ist er Mitglied des Zoll-Ski-Teams.

1988: Nikkola, Nykänen, Ylipulli, Puikkonen | 1992: Nikkola, Laitinen, Laakkonen, Nieminen | 1994: Jäkle, Duffner, Thoma, Weißflog | 1998: Okabe, Saitō, Harada, Funaki | 2002: Hannawald, Hocke, Uhrmann, Schmitt | 2006: Widhölzl, Kofler, Koch, Morgenstern | 2010: Loitzl

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, Kofler, Morgenstern, Schlierenzauer | 2014: Wank, Kraus, Wellinger, Freund

Kurmangasy Sagyrbajew

Kurmangasy Sagyrbajew (kasachisch Құрманғазы Сағырбайұлы; * 1823 in Bökey-Horde (heute Schangaqala, Westkasachstan); † 1896) war ein kasachischer Komponist und Dombra-Musiker. Als Begründer der kasachischen Instrumentalmusik (Küj) war er wichtig für die Musikgeschichte seines Landes.

Bereits als Kind spielte Sagyrbajew die Dombra und schuf erste Kompositionen. Zu Lebzeiten schuf er rund 60 Kompositionen für traditionelle kasachische Musikinstrumente, darunter Kischkentay über die Bökey-Horde-Aufständischen Isatai Taimanow und Mahambet Utemisow, deren Revolte zwischen 1836 und 1838 er selbst miterlebt haben soll. Sein Küj Sary Arka über den Norden der kasachischen Steppe wird besonders geschätzt. Weitere Küjs Kurmangasys sind etwa Аkbai, Turmeden kashkan und Aday.

In der kasachischen Steppe war er als Rebell bekannt. Er kritisierte die Ungleichheit unter den Kasachen und sprach sich gegen die kasachische Elite und die Behörden des russischen Zarenreichs aus, weshalb er mehrfach verhaftet wurde. Er saß in Gefängnissen in Oral und Orenburg.

Er ist in einem Mausoleum in Astrachan begraben, wo ihm zu Ehren heute auch eine Reiterstatue steht.

Der russische Komponist Jewgeni Brussilowski begann nach Kurmangasys Tod, seine Werke zu sammeln und zu bewahren. Der Komponist Achmet Schubanow schuf mit Kurmangasy eine Oper über ihn und war 1934 auch der Begründer des nach ihm benannten Kurmangasy-Orchesters. Das Kasachische Nationalkonservatorium ist ebenfalls nach ihm benannt.

Er war auf dem 5-Tenge-Schein der Ausgabe von 1993 abgebildet

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Michaela Doleželová

Michaela Doleželová 2010

Michaela Doleželová (* 12. Juli 1994 in Ostrava-Svinov) ist eine tschechische Skispringerin.

Doleželová gab am 6. August 2006 in Klingenthal ihr Debüt im Continental Cup und belegte den 40. Platz. Im Winter startete sie mehrmals im Continental Cup, schaffte es jedoch nie in den zweiten Durchgang. Bei der Junioren-WM in Tarvisio wurde sie 20. Im Sommer 2007 holte sie in Lake Placid mit den Plätzen 22 und 21 ihre ersten COC-Punkte. Wenige Tage später gelang ihr das in Park City erneut. Doleželová wurde zweimal 24. Allerdings waren bei diesen vier Springen immer weniger als 30 Springerinnen am Start. Im Winter startete sie nicht regelmäßig und blieb ohne Punkt. Bei der Junioren-Weltmeisterschaft in Zakopane belegte Doleželová den 27. Platz. Im Sommer 2008 holte sie als 26. wieder Continental Cuppunkte. Im Winter startete sie öfter im Continental Cup und schaffte es auch dreimal in den 2. Durchgang: in Baiersbronn als 18., in Ljubno als 23. und in Zakopane sensationell als Fünfte. Zudem wurde Doleželová bei der Junioren-WM in Štrbské Pleso 16. und bei der WM in Liberec 27. In der Saison 2009/10 startete Doleželová erstmals regelmäßig und schaffte es fast immer in den zweiten Durchgang. Ihr bestes Ergebnis war ein 13. Platz in Rovaniemi. Bei den Nordischen Junioren-Skiweltmeisterschaften 2010 in Hinterzarten belegte Doleželová den 25. Platz

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. Am Ende wurde sie 24. in der COC-Gesamtwertung mcm taschen sale. Ähnlich waren ihre Leistungen in der Saison 2010/11. Sie schaffte es fast immer unter die besten 30. Bei der Junioren-WM 2011 in Otepää verpasste Doleželová als 31. knapp den zweiten Durchgang. Bei der Weltmeisterschaft in Oslo belegte sie den 28. Platz. In der Gesamtwertung wurde Doleželová am Ende 33.

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Konrad Rauter (* 30

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. September 1907 in Augsburg

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; † 5. November 2001 ebenda) war ein deutscher Politiker (CSU).

Nach dem Besuch der Volksschule machte Rauter die Lehre zum Maschinenschlosser, die er mit der Gesellenprüfung beendete, nebenher war er in der evangelischen Jugendbewegung aktiv. Von 1926 bis 1931 arbeitete er auf seiner Wanderschaft in Ungarn

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, Rumänien, Türkei, Deutschland und der Schweiz. Später folgte die Ausbildung zum Werklehrer mit staatlicher Abschlussprüfung. Von 1933 bis 1944 arbeitete er als technischer Sachbearbeiter bei MAN in Augsburg, bis er zum Ende des Zweiten Weltkriegs in den Kriegsdienst einberufen wurde. Ende 1945 berief man ihm zum Inspektor der Inneren Mission Augsburg. Von 1946 bis 1964 gehörte er dem Augsburger Stadtrat, von 1958 bis 1962 dem Bezirkstag von Schwaben und von 1962 bis 1970 dem Bayerischen Landtag an, darüber hinaus war er von 1953 an weltlicher Abgeordneter in der Landessynode der evangelisch-lutherischen Kirche in Bayern sowie Vorsitzender der Stiftung Evangelisches Waisenhaus und Klauckehaus Augsburg.

Biplace

Als Biplace (von lat. bi = zwei und franz. place = Platz, somit also ein Zweiplätzer) oder Tandemschirm wird ein Gleitschirm für die Beförderung von zwei Personen bezeichnet, der eine größere Fläche der Kappe (ca

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. 42 m²) aufweist und somit auch für ein größeres Gewicht (bis zu 250 kg) transportieren kann. Manchmal wird als „Biplace“ auch das Fliegen zu zweit generell bezeichnet.

Um einen Biplace-Schirm pilotieren zu dürfen, muss eine separate, strenge Prüfung abgelegt werden

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. Passagiere brauchen keine Ausbildung und erhalten von Piloten-Seite genaue Anweisungen für Start und Landung.

Biplace-Flüge sind für „Fußgänger“ eine einfache und kostengünstige Möglichkeit, die Welt des Gleitschirmfliegens kennenzulernen. Daher wird in den meisten touristischen Alpenorten auch die Möglichkeit geboten, das Gebiet mit einem Biplace-Flug aus der Luft zu begutachten. Solche Flüge dauern je nach Vorstellung des Passagiers, dem zur Verfügung stehenden Budget und den vorherrschenden Aufwinden zwischen 15 Minuten und 3 Stunden (Thermikflug) und kosten zwischen 70 und 160 Euro (Stand 2009).

Für den Tandemsprung mit einem Fallschirm aus einem Flugzeug, siehe Hauptartikel Tandemsprung

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